Digitalstadt Darmstadt, Strategie
Bürgerabend, 13.11.2018

 Aufgabe der Digitalstadt Darmstadt GmbH ist es, die Darmstädter Digitalisierungs-Akteure zusammenzubringen und zu vernetzen, um in Gemeinschaftsarbeit den bestmöglichen und nachhaltigen Bürgernutzen aus Digitalisierungsprojekten zu generieren.

 13.11.2018, 19-21 Uhr

Schader-Stiftung, Goethestraße 2, 64285 Darmstadt

Vision_Digitalstadt_darmstadt

Am 13.11.2018 wurde den Darmstädter*innen und allen Akteuren der Darmstädter Digitalisierung bei diesem Live-Event der Strategieentwurf für die Digitalstadt Darmstadt und deren Vorhaben vorgestellt. Der Entwurf sollte einen Handlungsrahmen schaffen, der alle Vorhaben in einem Gesamtkonzept bündelt und strukturiert.

Die Veranstaltung war der Auftakt der sodann folgenden, vierwöchigen Beteiligungsphase (13.11. – 11.12.2018), in der der Strategieentwurf diskutiert und bearbeitet werden konnte. Hierfür gab es eine eigens eingerichtete Webseite (Dabei-sein.de)

Das Feedback aus dieser Beteiligungsplattform und dem Bürgerevent floß unmittelbar in den Strategieentwurf sowie die Projekte ein.

Die Kommentare, Anregungen oder auch die Kritik zu den einzelnen Projekten und Vorhaben der Digitalstadt Darmstadt sind auf dieser Webseite in der Rubrik Bürgerfragen/Bürgerbeteiligung nachzulesen.

Die Webseite der Digitalstadt Darmstadt bietet zudem die Möglichkeit, Inhalte zu kommentieren und zu diskutieren. Sie finden dazu auf den Unterseiten entsprechende Buttons im Seiteninhalt integriert. 

Das Feedback aus Veranstaltungen und den Online-Beteiligungsmöglichkeiten fließt unmittelbar in die Projekte ein. Die zuständigen Bereiche prüfen dazu die Anregungen auf Realisationsmöglichkeiten und auch finanziellen Ressourcen. 

Der Mängelmelder DA ist was! war beispielsweise eine Idee aus der ersten Bürgerbeteiligung zur Digitalstadt im Mai 2017. Über den Mängelmelder können Bürger*innen der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Stadtverwaltung direkt über Infrastruktur-Mängel oder Schäden im Stadtgebiet, bspw. verschmutzte Spielplätze, überfüllte Mülleimer in Parkanlagen oder defekte Straßenlaternen informieren und den Bearbeitungsstatus nachverfolgen.

Die Digitalstadt Darmstadt ist Vorreiter und internationaler Leuchtturm dafür, wie mit neuen Technologien der Alltag in einer Stadt erleichtert werden kann. Dabei baut Darmstadt auf seinem einzigartigen Charakter als Wissenschafts- und Kulturstadt auf. 

Die digitalen Lösungen müssen wertvoll für Bürger*innen sein sowie für die Wirtschaft und Wissenschaft. Sie bieten einen sicheren und souveränen Umgang mit Daten, stärken die Partizipation der Gemeinschaft und sorgen für nachhaltigen Einsatz der notwendigen Ressourcen.

Oberbürgermeister Jochen Bartsch steht dafür, die Digitalisierung zum Wohle und Nutzen der Menschen zu gestalten und nicht einfach geschehen zu lassen. Digitalisierung in der Daseinsvorsorge ist kein Selbstzweck. Die Stadt wird sich auch zukünftig ihre Leistungen und Angebote mit Unterstützung moderner Technologien weiterentwickeln. Als Beispiel kann hier der Ausbau weiterer städtischer Dienstleistungen über Online-Dienste genannt werden.

Die Stadt Wien hat einen sehr guten Ansatz unterschiedliche Interessengruppen in die Stadtentwicklung und Projektentwicklung einzubeziehen. So hat sie bspw. gemeinsam mit älteren Menschen beim Projekt WAALter, das sich dem selbstbestimmten Wohnen im Alter widmet, regelmäßig die zugehörige App und deren Funktionen getestet. 

Auch wir binden mit zunehmenden Projektfortschritten verstärkt die Beteiligten direkt ein. Beim Projekt “Digital für alle” werden Menschen mit Benachteiligungen und deren Bedarfe im Zeitalter der Digitalisierung fokussiert und eingebunden. Das Projekt “Digitale Schule” entwickelt Angebote mit Schulen und Schülern selbst.

… und vermutlich auch nicht priorisiert. Falls es dennoch eine Priorisierung geben sollte, ließe diese sich über Kriterien diskutieren. Dann bliebe offen, warum Verwaltung bspw. wichtiger ist, als Bildung, Gesundheit und Gesellschaft. Und: Öffentliche Projektsitzungen bis hin zu analogen Abstimmungen, bitte!

… ganz gut, jetzt könnte man eine Potentialanalyse durchführen für welche städtischen Gestaltungsaufgaben Digitalisierungsmaßnahmen besonders vorteilhaft erscheinen.

… den Graben zwischen Jung und Alt jedoch auch deutlich verstärken, statt ihn zu überwinden. Viele Personen ab einer gewissen Altersgrenze sind derzeit nicht in der Lage, sich selbst digital einzubringen. Das mag sich in ein paar Jahren sicherlich ändern, da es dann für alle selbstverständlich ist. Derzeit sollte jedoch auch auf diese Mitmenschen geachtet werden, um sie nicht komplett auszuschließen, da alles digitalisiert wird.

… die Nutzung von Privat-PKWs bis 2025(!) weitgehend überflüssig zu machen. Dazu verfolgt sie mehrere Ansätze. U.a. gibt es Apps, in die der Nutzer sein Ziel eingibt und das System macht Vorschläge. Man wählt einen aus und der Rest wird von Services im Hintergrund erledigt (Fahrkarten kaufen, Taxi bestellen usw). Fahrpläne studieren gehört der Vergangenheit an. Ein ähnliches einfaches und nutzerfreundliches System würde ich hier auch erwarten. Idealerweise so, dass das nicht nur in Darmstadt funktioniert, sondern generell bei allen Wegen von A nach B.

Antwort Digitalstadt: Beide Begriffe beschreiben Forschungsschwerpunkte, die derzeit im Wissenschaftsstandort Darmstadt bearbeitet werden und unmittelbaren Einfluss auf die Digitalisierungsarbeit nehmen sollen. In der Forschung wird  Darmstadt als Digital Hub für Cybersicherheit und zuverlässige IT-Lösungen forciert, wodurch auch die Ressourcen- und Energieeffizienz der Wirtschaft mittels digitalisierter Produktionsprozesse, notwendiger IT-Infrastruktur, Internetanbindungen und Datenbereitstellungen gestärkt werden soll. Alles zusammen kann eine Stadt – so die Idee – resilienter machen.

… bei dem die bestehenden Vorhaben und Ängste durch eine heitere Aufbereitung digitaler Themen aufgefangen werden?

Digitalstadt antwortet: Die digitale Teilhaber aller Bürger*innen ist eine der wesentlichen Aufgaben, die wir in verschiedenen Projekten erarbeiten und verfolgen. In verschiedenen Bereichen arbeiten wir an barrierefreien und leicht zugänglichen Konzepten und Umsetzungen, um möglichst allen Bürger*innen die Digitalisierung nahe zu bringen und teilhaben zu lassen.

 … sollte nicht unterschätzt werden. Vereinfachung schwächt (Intuition, Kognition und Kraft) und langweilt.

Zusammenhalt stärken durch eine Quartiers-App!

… in Darmstadt eingesetzt werden (Führerschein, Bibliotheksausweis, Gesundheitskarte)?

Antwort Digitalstadt: Die Digitalisierung der städtischen Verwaltung ist ein eigener Projektbereich, der in enger Absprache und Zusammenarbeit auch mit und durch die Bundes- und Landesebene erfolgt und bestimmt wird.

Antwort Digitalstadt: Sie können jederzeit auf dieser Webseite einen Kommentar und Ihre Meinung hinterlassen sowie in Kontakt mit uns treten.

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