Darmstadt im Herzen

Das Stadtwirtschaftportal informiert Aktuelles und Services aus Darmstadts Stadtkonzern

Die Darmstadt im Herzen App informiert zu aktuellem Darmstädter Geschehen und Trends sowie zu Angeboten und Leistungen der Stadtwirtschaft.

STATUS

STAND

02.03.2023

Ein Portal – eine Informationsquelle

Das Miteinander in Darmstadt und in der Nachbarschaft lebendiger gestalten, Impulse für mehr Nachhaltigkeit im Alltag setzen
und Partner vor Ort fördern sowie wissen, was Darmstadt an Lebensqualität bietet: Diese Ziele verfolgt die Darmstadt im
Herzen-App – die lokale Nachbarschafts-App für Darmstadt. 

Ob Energie, bezahlbarer Wohnraum, ÖPNV, Kulturangebote, Entsorgung und vieles mehr – die Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft bieten den Darmstädter*innen täglich qualitativ hochwertige Leistungen der Daseinsvorsorge. Mit ihrem vielfältigen Angebot tragen die kommunalen Unternehmen einen großen Teil zur hohen Lebensqualität in Stadt und Region bei.
 
Unter wwww.darmstadtimherzen.de oder als Handy-App via einem App-Store: Das Portal stellt Leistung und Service der Darmstädter Stadtwirtschaft nach Geschäftsfeldern dar und liefert  zielgruppenspezifische Angebote für Studierende, Familien, Berufstätige, Senioren oder Menschen, die nur auf Zeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt leben. Webcams, freie Wohnungen, vakante Jobs und noch vieles mehr – all das gibt es ebenfalls auf Darmstadt im Herzen . Übrigens: Im Vereinsregister können Darmstädterinnen und Darmstädter die regionale Vereinslandschaft erkunden und den idealen Verein für sich finden.

Was bringt es:

  • Kompakte Übersicht zu Spezialthemen in Darmstadt
  • Kennenlernen des Stadtkonzerns
  • Weiterführende Informationen zu städtischen Dienstleistungen im Bereich der Stadtwirtschaft /-vorsorge
  • Quartiersdarstellung
  • Nachbarschaftshilfe

Wem nützt es:

  • Bürgerinnen und Bürgern
  • Besucherinnen und Besuchern
  • Kooperationspartnerinnen und -partnern

Wie ist der Zeitplan:

Seit Anfrang 2019 online

 

Standort des Projektes

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Wer ist Verantwortlich​

Kontakt

Darmstadt im Herzen

Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend (HEAG Holding AG)

Falsche Identitäten, Links und Webseiten erkennen

„Plötzlich waren meine privaten Daten verschlüsselt – Fotos, persönliche Dateien, einfach alles auf meinem PC“, berichtet ein Darmstädter, „und es erschien eine Aufforderung, Lösegeld zu bezahlen, damit mein Computer wieder entsperrt würde.“ Der Mann hat nicht bezahlt und ist damit den Empfehlungen des Bundeskriminalamts gefolgt, das in solchen Fällen rät, nicht auf die Lösegeldforderung einzugehen, die Erpressungsnachricht auf dem Bildschirm zu fotografieren und bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Zum Glück hatte der Darmstädter erst kurz zuvor seine Daten extern gesichert. So konnte er den gesamten PC neu aufsetzen, ohne großen Datenverlust. Ob es der unbedachte Klick auf einen Link in einer Mail war, ein schadhafter Download oder der Besuch einer betrügerischen Webseite – ihm ist schleierhaft, wie Kriminelle Zugriff auf seinen Computer bekommen hatten.

Mit dem kostenlosen Online-Seminar „Du bist die Firewall – Bleib wachsam, Darmstadt!“ will die Digitalstadt Darmstadt möglichst viele Menschen in der Wissenschaftsstadt und auch über die Stadtgrenzen hinaus gegen solche Angriffe wappnen. „Fast jeder hat heute einen PC, aber niemand bringt uns so richtig bei, wie man ihn sicher benutzt. Ein falscher Klick kann sehr teuer werden“, sagt Alex Wyllie von IT-Seal. Das 2016 gegründete Cyber-Security-Start-up gilt mittlerweile deutschlandweit als eine der ersten Adressen für Sicherheitskultur und Security-Awareness-Trainings. Mit der Digitalstadt wurde die deutschlandweit erste kostenfreie lokale Cyber-Security-Kampagne entwickelt und online zur Verfügung gestellt – und Darmstadt zum Vorreiter in Sachen IT-Sicherheitstraining gemacht. Durch eine Reihe von E-Mails, die sie über Monate hinweg bekommen, lernen die Teilnehmer viele hinterhältige Tricks der Internetbetrüger ganz real kennen – bis hin zu gestellten Fallen, die in diesem Fall kein Unglück nach sich ziehen.

„Die digitale Welt wird nicht verschwinden – 
wir brauchen aufgeklärte Anwender“

Der Grundgedanke: Ein 8-Jähriger soll das Training ebenso verstehen können wie ein 77- Jähriger. Wyllie: „Die digitale Welt wird nicht verschwinden – wir brauchen aufgeklärte Anwender.“ Und die müssen die Tricks kennen, mit denen Cyber-Kriminelle auf typisches Verhalten in Alltagssituationen abzielen und die Neugier, Hilfsbereitschaft und manchmal Gedankenlosigkeit ihrer Opfer ausnutzen, um an Geld oder wertvolle Daten zu kommen. Wie etwa die Bitte eines angeblichen Studenten zur Teilnahme an einer Umfrage über den angegebenen Link. Angriffe von Kriminellen können auch die Aufforderungen von Online- Diensten zur Verifizierung der Kontaktdaten sein oder der Hinweis auf ein vermeintlich volles Mail-Postfach mit dem einfachen Zugang zu mehr Speicherplatz über einen Link. Nach und nach schärfen die Lernmodule das Bewusstsein der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für digitale Fallen. Anhand anschaulicher Bilder und kurzer Videoclips lernen sie, woran sie einen gefälschten Link erkennen können. Sie erfahren, mit welchen Tricks Kriminelle sich ihr Vertrauen erschleichen wollen, und können in kleinen Trainingseinheiten das neue Wissen überprüfen und festigen.

„IT-Sicherheit ist gar nicht so schwierig. Es ist aber wichtig, wachsam zu bleiben, nicht naiv zu sein und online nicht jedem zu trauen“, fasst Wyllie zusammen. „Wir wollen dabei helfen, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger in Darmstadt und möglichst auch bundesweit trainiert sind.“ Denn damit seien auch gleichzeitig mehr Mitarbeiter von Unternehmen geschult. „Und es gibt weniger erfolgreiche Cyberangriffe im Privaten und in den Unternehmen.“

 

 

IT-Sicherheit ist gar nicht so schwierig. Es ist aber wichtig, wachsam zu bleiben, nicht naiv zu sein und online nicht jedem zu trauen.

Alex Wyllie
Geschäftsführer, IT-SEAL GmbH

Hilpertstraße 31
64295 Darmstadt

Tel.: 06151 / 4938990

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Digitale Versammlungen – einfach und sicher

Bei der Digitalisierung von Schule und Unterricht hatte Deutschland zwar schon längst seinen Nachholbedarf erkannt – als im März mit Ausbruch der Corona-Pandemie die Schulen geschlossen wurden, war aber so gut wie niemand auf digitale Wissensvermittlung über Monate hinweg vorbereitet. Viele Lernverbindungen waren von heute auf morgen gekappt. Ein Digitalstadt-Projekt schafft Abhilfe – und gibt Schulen und Vereinen gerade in Zeiten der Corona-Pandemie die Möglichkeit, jederzeit zwischen persönlichen Treffen und dem Austausch im virtuellen Raum hin und her zu wechseln.

Mit Big Blue Button datenschutzkonform im Gespräch bleiben

Reale Unterrichtssituationen trotz Schulschließung im Frühjahr 2020/2021 und Quarantäne ganzer Klassen und Jahrgänge im Herbst 2020: Ein weiteres Projekt der Digitalstadt hat es möglich gemacht. Denn nach dem Digitalstadt-Prinzip, Systeme und Anwendungen für Darmstädter nutzbar zu machen und mit digitalen Lösungen zu helfen, stellt ein Projektteam vorhandene und bewährte Software-Instrumente für Darmstädter Schulen, Bildungsträger und gemeinnützige Einrichtungen bereit – praktikabel und sicher. Da ist zunächst Big Blue Button. Die Software für Videokonferenzen wurde speziell für den Einsatz im Lernumfeld entwickelt, ist als kostenlose Open-Source-Lösung weltweit frei verfügbar und kann individuell verändert und adaptiert werden. Die Digitalstadt passte Big Blue Button hiesigen Bedürfnissen an und stellt es den Darmstädter Schulen seit Frühling 2020 zur Verfügung. „Der Vorteil gegenüber vielen anderen Tools für Videokonferenzen ist, dass Big Blue Button verschlüsselt und datenschutzkonform über unsere eigenen Server läuft“, erläutert Projektleiter Antonio Jorba. „Datenmissbrauch wird also ausgeschlossen.“ So konnten die Klassen von drei Dutzend Darmstädter Schulen dank Big Blue Button auch ohne persönliche Anwesenheit in der Schule im Gespräch bleiben. Sie können sich damit in Echtzeit zum Video-Unterricht treffen, gemeinsam an Dokumenten arbeiten und sich dafür auch vorübergehend mit Arbeitsgruppen in separate virtuelle Räumen zurückziehen. Die Eltern kommen darüber virtuell zum Sprechtag oder versammeln sich zu Elternabenden. Schulen im Odenwaldkreis haben sich eine Option zur Nutzung gesichert. Während die Grundschulen unter den Darmstädter Teilnehmern mehrheitlich von Big Blue Button als Solo-Anwendung profitieren, nutzen weiterführende Schulen das von der Digitalstadt geschnürte Gesamtpaket für den umfassenden Online-Unterricht: Dafür wurde Big Blue Button mit der Lernplattform Moodle verknüpft, einer ebenfalls individuell anpassbaren Open-Source-Lösung, die im Bildungsbereich bereits lange angewendet wird. „Als zertifizierte Anbindung an Moodle ist Big Blue Button die erste Wahl unter allen Videokonferenz-Lösungen“, so Jorba. Die Schulen beantragen beim Land Hessen den sogenannten hybriden Unterricht (Kombination aus Präsenz- und Fernunterricht) und die Nutzung von Moodle. Die Software läuft über dessen Bildungsserver. In ihren virtuellen Räumen stellen Lehrerinnen und Lehrer ihren Klassen Lerninhalte wie Arbeitsblätter, Videos oder Übungen bereit. Es ist die Kombination von Moodle und Big Blue Button, die den Fernunterricht so nah wie möglich an die realen Unterrichtsbedingungen heranbringt. Das Projektteam der Digitalstadt hat dafür nicht nur die erforderlichen Verknüpfungen entwickelt und umgesetzt, sondern schult auch Lehrerkollegien im Umgang damit. Der entscheidende Vorteil ist, dass die Schulen nicht auf sich selbst gestellt sind, denn das Projektteam der Digitalstadt betreut die leistungsstarken Server zentral. Und hat sich in den Schulen die Handhabung erst einmal eingespielt, können einzelne Klassen oder auch ganze Jahrgänge von einem Tag auf den anderen Tag vom Präsenzunterricht in den virtuellen Raum wechseln – und wieder zurück. Auch 16 gemeinnützige Einrichtungen in Darmstadt – vom Behinderten-Sportverein bis zur Kirchengemeinde – nutzen Big Blue Button bereits für ihre digitale Kontaktpflege. Ebenso hat die Darmstädter Feuerwehr das Tool für ihr Schulungs- und Sicherheitstraining entdeckt.

Orientierung für den individuellen Bildungsweg

Neue Fertigkeiten aneignen, den Horizont erweitern oder berufliche Chancen verbessern. Mit welchem Ziel auch immer: Wer sich nach der Schule weiterbilden möchte, muss wissen, was wo stattfindet. Die einschlägigen Anbieter sind leicht zu finden. Doch nicht jeder weiß vom Gedächtnistraining im Muckerhaus in Arheilgen oder vom Floristikkurs im Hofgut Oberfeld. Und: Wer bildet zum Stadtführer oder Telefonseelsorger aus? Wie und wo kann man Lesepate werden?

Der Digitale Bildungswegweiser gibt seit Frühjahr 2021 einen umfassenden Überblick über Angebote der Erwachsenenbildung in Darmstadt. Dr. Monika Krutsch, Leiterin der Volkshochschule Darmstadt (VHS), holte für das Digitalstadt-Projekt zwei Professor:innen der Hochschule Darmstadt ins Boot: Dr. Pia Sue Helferich und Dr. Werner Stork. Mit Studierenden der Verwaltung und der Online-Kommunikation entwickelten sie in einem Seminar Ideen für eine digitale Informationsplattform. „Wichtig waren auch die Impulse von Experten für sogenannte Personas“, berichtet Fabian Jankowski, Projektleiter bei der VHS. „Mit ihnen haben wir darüber nachgedacht, wer sich mit welchen Voraussetzungen, Erwartungen und Absichten an einen solchen Bildungswegweiser setzt.“ Mithilfe von Filtern können die Nutzer:innen Schritt für Schritt das Bildungsangebot finden, das zu ihren Interessen passt. Das kann alles sein, was nach der klassischen Schulbildung und Ausbildung kommt – sortiert nach den beiden Kategorien „Berufliche Bildung“ und „Freizeitbildung“.

Eine bunte Mischung an Bildungsangeboten – täglich werden es mehr

Von der Vielzahl an Trägern in Darmstadt und Umgebung werden beim Start rund 40 erfasst sein, mit einer bunten Mischung an Bildungsangeboten. „Täglich werden es mehr“, so Jankowski, der überzeugt ist: „Sobald der Bildungswegweiser online ist, werden sicher noch mehr Anbieter auf ihn aufmerksam und sich bei uns melden.“ Die Plattform soll – wie ihr Name sagt – Wegweiser sein, also zur Orientierung im dichten Dschungel der Darmstädter Bildungslandschaft mit Aus- und Fortbildungsangeboten, Kursen und Workshops dienen. Die Anmeldung für die jeweiligen Kurse oder Seminare läuft über die Einrichtungen selbst. Jankowski: „Wir wollen zeigen, welche Möglichkeiten die Darmstädter Bürger:innen haben, ihren individuellen Bildungsweg zu finden, gehen müssen sie ihn dann selbst.“ Und wer weiß – vielleicht entpuppt sich der als reiner Freizeitspaß gebuchte Kreativitätskurs ja eines Tages als Startschuss zu einer großen Künstlerkarriere.

Selbstbewusst in der digitalen Welt

Internet und Medien lassen sich nicht mehr von unserem Alltag trennen. Wenn wir jedoch verstehen, wie die Medienwelt funktioniert und was sie mit uns macht, können wir uns selbstbewusster und sicherer darin bewegen. Aus dieser Überzeugung heraus bietet im Digitalstadt-Projekt „Haus der digitalen Medienbildung“ das Team des Hessischen Instituts für Medienpädagogik (MuK) kostenlose Workshops, Schulungen und Vorträge an. Und so geht es beispielsweise für Elternabende und Schüler-Events in Darmstädter Schulen – wie in die Justus-Liebig-Schule (LIO). „Die fünfte Klasse ist eine kritische Zeit für die Auseinandersetzung mit Medien“, erklärt LIO-Schulleiter Thomas Schmidt, warum an diesem Morgen auf dem Stundenplan der fünften Klassen „Medientag“ steht. „Wenn wir bei Info-Abenden die Eltern von Viertklässlern fragen, haben die wenigsten ihrer Kinder ein Handy. Fragen Sie beim ersten Elternabend in der fünften Klasse, haben fast alle eins.“ Nicht anders beim aktuellen Fünfer-Jahrgang. Ausnahmslos alle haben ein Smartphone – mit dem sie WhatsApps schreiben, lustige Bilder oder Videos im Portal Tik Tok ansehen oder selbst hochladen, auf Youtube Hausaufgabenhilfe suchen oder auf Netflix Filme angucken.

 

„Das Geld, das ihr bezahlt, sind eure Daten“

„Wie kann es sein, dass euch all diese Dinge nichts kosten? Bei den Firmen, die das alles anbieten, arbeiten doch viele Menschen und verdienen dort Geld“, fragt Medienpädagoge und MuK-Geschäftsführer Peter Holnick in die Runde. Der Kooperationspartner des Digitalstadt-Projekts erntet nur Schulterzucken. „Das Geld, mit dem ihr bezahlt, sind eure Daten – weil sie für diese Unternehmen interessant und wertvoll sind“, gibt er selbst die Antwort. „Je mehr Daten sie von uns haben, also je mehr sie erfahren, welche Apps wir wie lange nutzen, welche Videos wir uns ansehen oder mit wem wir schreiben, umso besser können die Unternehmen uns verstehen – und uns beeinflussen.“ Seinen staunenden Zuhörern erzählt er das Beispiel der amerikanischen Online-Handelsplattform Amazon: Sie schicke Menschen Produkte zu, die diese sich mehrfach auf der Webseite angesehen hatten – jedoch ohne sie zu bestellen. Holnick: „70 Prozent dieser auf Verdacht zugeschickten Päckchen werden behalten.“

Das „Haus der Digitalen Medienbildung“

Das Digitalstadt-Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt des Sozialdezernats der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Hessischen Instituts für Medienpädagogik und Kommunikation (MuK). Es soll Kinder, Jugendliche und Erwachsene aller Generationen dazu befähigen, sich in der heutigen digitalen Welt zurechtzufinden. Sein medienpädagogisches Angebot stellt den Menschen und nicht die Technik in den Mittelpunkt. Es richtet sich an Grundschulen und weiterführende Schulen, Eltern, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte.

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Wie wirken Medien? Mit welchen Tricks lenken sie unsere Wahrnehmung? Wie
können sie gefährlich für uns werden? Und wie können wir das
vermeiden? Zur Auseinandersetzung mit diesen Fragen durften die
LIO-Fünftklässler sich in zwei von fünf verschiedenen Workshops
einwählen. „Ich fand ‚Die Macht der Marken‘ total cool“, berichtet in
der ersten Pause ein Mädchen seiner Freundin von ihrem
Workshop-Erlebnis. „Ich wusste gar nicht, dass sich in Marken so viele
Zeichen verstecken.“ Crossmedia-Designerin Mareike Biek hatte sie mit
der Symbolwelt von Logos und der Aufgabe von Influencern vertraut
gemacht und sie auch ein eigenes Logo entwerfen lassen. In „Die Macht
der Medien“ erfahren sie von der Online- Journalistin Judith Michler:
„Wir verlassen uns zu 80 Prozent auf unsere Augen, obwohl die am
leichtesten zu täuschen sind.“ Sie zeigt unter anderem Bilder von
Personen, die entweder von unten oder von oben fotografiert wurden –
Letztere wirken durchweg selbstbewusster und einflussreicher. Michler:
„Wenn wir diese Dinge wissen, lassen wir uns nicht so leicht täuschen.“
 
 

Ein Spiel, das stresst, ist das falsche Spiel

Ein paar Jungs hatten wohl nicht ganz genau hingesehen, als sie sich für den Workshop „Gesundheit und Gaming“ entschieden – sind aber die richtige Zielgruppe. „Ich möchte hier coole Spiele kennenlernen“, formuliert einer seine Erwartungen an Workshop-Leiter Sebastian Mehmel. Dem bekennenden „Gamer seit meiner Kindheit“ geht es aber darum, mit den Mädchen und Jungen über den Einfluss elektronischer Spiele auf ihre Gesundheit zu sprechen. Schnell schwirren abenteuerlichste Geschichten von zerstörten Bildschirmen und aus dem Fenster geworfenen Konsolen durch den Raum. Mehmel: „Spielen soll vor allem Spaß machen. Wenn es keinen Spaß macht oder stresst, ist es das falsche Spiel oder ihr spielt es falsch.“

Um richtiges und falsches Verhalten, um Mobbing im Netz und Bilder, die auf ewig im Internet rumgeistern, geht es im Workshop „Soziale Netzwerke“. Der Workshop „Schöne neue Bilderwelt – Werbung, Medien und Rollenklischees“ mit Kinder- und Jugendbuchautorin Ilona Einwohlt thematisiert, wie Medien und auch Marken bewusst Geschlechter-Klischees aufbauen und so Denk- und Verhaltensmuster prägen. „Krass“, entfährt es einem Jungen. „Da werde ich jetzt mehr drauf achten.“

Was zur gleichen Zeit Peter Holnick in seinem Workshop „Verloren in der Medienwelt – meine Medienbiografie“ sagt, gilt für alle Kinder und Jugendlichen in diesem Alter: „Ihr gehört zur ersten Generation, die in der analogen und der digitalen Welt aufwächst. Für euch ist es gerade jetzt ganz besonders wichtig, herauszufinden, wer ihr seid und was ihr wollt oder nicht. Und dafür braucht ihr auch die anderen. Weil die meisten auch in der digitalen Welt sind, müsst auch ihr lernen, sie zu verstehen und darin zurechtzukommen.“

Ansprechpartner/in
Haus der digitalen Medienbildung

Peter Holnick,
Ilona Einwohlt

Anschrift
Forstmeisterstr. 11
64285 Darmstadt

Tel.: 0175 9341336

Darmstädter Modellschulen. Bildung in der digitalen Welt

Souverän digital im Bildungsbereich Schule agieren.

Ziel des Vorhabens ist es, drei Darmstädter Modellschulen auf ihrem Weg zu digital souverän agierenden und im Schulalltag „digital literacy“ vermittelnden Schulen zu begleiten.

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STAND

07.08.2023

Ziel des Vorhabens ist es, drei Darmstädter Modellschulen auf ihrem Weg zu digital souverän agierenden und im Schulalltag „digital literacy“ vermittelnden Schulen zu begleiten. Zu umfassenden digitalen und medialen Kompetenzen aller am Schulleben Beteiligten gehört

  • der reflektierte Umgang mit digitalen Informationen,
  • das Erkennen verschiedenster Perspektiven und Interessen und
  • die Anwendung digitaler Werkzeuge.

Im Projekt werden konkrete Schul- und Unterrichtskonzepte entwickelt. Zugleich werden Kommunikationsprozesse in einer digital geprägten Welt beleuchtet, wie Informationen verarbeitet werden sowie, wie sich die Zusammenarbeit im Bildungsraum Schule wandelt.

Das Projekt „Bildung in der digitalen Welt. Darmstädter Modellschulen“ wird im Rahmen eines entwicklungsorientierten Forschungsprojektes im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt vom Arbeitsbereich „Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik“ der TU Darmstadt durchgeführt.

Modellschulen sind:

  • Herder Schule
  • Heinrich-Emanuel-Merck Schule
  • Bernhard-Adelung Schule.

Am Ende des Projektes im Dezember 2021 werden die Erkenntnisse veröffentlicht. Teilergebnisse werden im Projektverlauf anderen Schulen zur Verfügung gestellt.

Das bringt es:

Förderung der „digital literacy“ aller Beteiligten

Entwicklung von schulspezifischen Medienbildungskonzepten, um den fachspezifischen Unterricht zu gestalten, Orientierung zur übergreifenden Gestaltung des Bildungsraumes Schule zu bieten, mittel- und langfristig für alle im Bildungsraum Schule agierenden Personen handlungsorientierende Funktionen zu haben und somit die hierzu benötigten Kompetenzen.

Erkenntnisse über Schulentwicklung in einer digital geprägten Kultur

Wem nützt es:

Schülerinnen und Schülern

Lehrerinnen und Lehrern

Schulgemeinschaft

Wie ist der Zeitplan:

Beginn: 4. Quartal 2019

Ende: 4. Quartal 2021

 

Standort des Projektes

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Wer ist Verantwortlich​

Kontakt

Medienzentrum Darmstadt
Mina-Rees-Straße 12
64295 Darmstadt

Volker Seipp: Email

Auch wenn der Termin in der Vergangenheit liegt, so möchte ich dennoch hierzu erwähnen: Im Mai 2019 fand im Fraunhofer-Institut das sog. Robotik4kids-Event statt. Es ist durchaus möglich, dass 2020 das Event in Darmstadt wiederholt wird. Bei der Veranstaltung gab es verschiedene Stände, um bei Kindern das Interesse an Informatik und Robotik zu wecken. Auch konnten Kontakte zwischen Lehrern, Eltern und Ehrenamtlichen geknüpft werden

Im ersten Schritt sollte geprüft werden, woran das liegt. Dann sollten Schüler*innen individuell gefördert werden (gerne auch unter Einsatz digitaler Medien). Ziel sollte sein, dass jedes Kind entsprechend seiner Möglichkeiten gefördert wird und einen Schulabschluss erreicht, der seiner Begabung entspricht.

Dieser Ansatz ist grundlegend fragwürdig. Seit Jahren wird ein eigenes Schulfach (z. B. Informatik und Gesellschaft, Informationstechnik oder ein anderer sinnvoller Name) gefordert. Die Schulfächer sind schon jetzt mit Themen überfüllt. Auch ist es fraglich, ob z. B. ein PoWi-Lehrer die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen von Kryptowährungen, den Einfluss von maschineller Lernalgorithmen auf das Wirtschaftsleben) auch nur ansatzweise im Unterricht behandeln kann. Hierzu brauchen Lehrer und Schüler Unterstützung von außen.Hier sollten stärker die Hochschulen eingebunden werden (-> Bildungspartnerschaft).

Doch was wäre dann sinnvoll? Hier einen Vorschlag für einen 5-Punkteplan für unsere digitale Zukunft im Bereich Bildung:

1. Es wird ein eigenes Schulfach für digitale Bildung etabliert. In diesem werden vorrangig gesellschaftspolitische Themen behandelt. Des weiteren geht es um Medienkompetenz (z. B. Wann und für was nutzen wir ein Smartphone? Wie schützen wir unsere Daten auf dem Smartphone? Wieso muss ich bei Streamingdiensten aufpassen? …). Schließlich wird das neue Schulfach genutzt, um andere Schulfächer zu unterstützen (z. B. Wie erstelle ich eine Präsentation? Wie kann ich eine Tabelle erstellen und grafisch auswerten? Wie erstelle ich ein Statistik? Wie verfasse ich ein Bewerbungsschreiben, um mich um eine Praxisstelle zu bewerben? Wie kann ich den Graphen einer Funktion darstellen? Wie kann ich komplexe Suchanfragen stellen und relevante Informationen finden/erkennen? Was sind Fake-News und wie verbreiten sich diese? Wieso ist das Darknet so gefährlich?
2. Es werden interessante Projekte (z. B. im Bereich Lego Education) angeboten. Es geht
hier um praxisnahe Erfahrungen und das Interesse an Themen im MINT-Bereich zu wecken
oder zu fördern. Angebote sollten sich immer an ALLE richten.
3. Das Fach Informatik in der Oberstufe wird ein anerkanntes MINT-Fach. Es kann
gleichwertig zu Biologie, Chemie, Physik und Mathematik gewählt werden.
4. Für das Fach Informatik werden Schülbücher angeschafft und verwendet. Die Bücher
müssen auf Eignung geprüft werden. Veraltete Methoden und der Verfahren sollten nicht
mehr enthalten sein.
5. Lehrer und Schüler nutzen digitale Plattformen. Wieso muss ein Grundschüler einen so
schweren Schulranzen tragen und seine Gesundheit gefährden? Wieso werden Arbeitsblätter nicht digital zur Verfügung gestellt? Es sollten moderne cloud-basierte Infrastrukturen genutzt werden. Hier könnten auch Kooperationen mit Hochschulen und Firmen genutzt werden.

Diese 5 Punkte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Allerdings wären die genannten 5 Punkte schon mal ein guter Start.

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