Dies ist eine wiederkehrende Veranstaltung

Digitalisierung in der Auftragsabwicklung bei kundenindividueller Fertigung

Mo09Apr09:00Mo16:0009:00 - 16:00 Technische Universität Darmstadt, Prozesslernfabrik CiP, Jovanka-Bontschits-Str. 10 64287 DarmstadtDigitalisierung in der Auftragsabwicklung bei kundenindividueller Fertigung

Veranstaltungsinfo

Vision der Industrie 4.0 ist die intelligente Fabrik, in der Produkte ihren Weg durch die Fertigung selbst wählen und steuern. Kundenindividuelle Aufträge können hier wie Serienteile zeit- und kosteneffizient realisiert werden. Grundvoraussetzung dieser Vision ist eine vollständige Standardisierung des Produktlösungsraums durch ein umfassendes Regelwerk und eine konsistente Parametrik. Dies schließt die gesamte Wertschöpfungskette von Erfassung des individuellen Kundenwunschs bis zum Service nach der Auslieferung des Produkts mit ein. Auch mittelständische Unternehmen, welche in Bezug auf die Digitalisierung noch am Anfang stehen, können von den grundlegenden Lösungsansätzen profitieren.

Im Workshop werden die Herausforderung der kundenindividuellen Fertigung in den Konzepten „Make-to-order“ und „Engineer-to-order“ diskutiert und digitale Chancen aufgezeigt. Am Beispiel des Lösungsansatzes „Produktkonfiguration“ wird dargestellt, wie auch eine variantenreiche Fertigung in Stückzahl Eins verschwendungsarm möglich ist. Neben einer Fallstudie werden Einblicke in das Umsetzungsprojekt des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Darmstadt mit der Firma Munsch Chemiepumpen GmbH gegeben und die Ansätze bei einer Live-Demonstration diskutiert.

Die Veranstaltung widmet sich drei wesentlichen Fragestellungen:

  • Was sind die Herausforderungen der kundenindividuellen Fertigung und welche Chancen bietet die Digitalisierung?
  • Wie kann der Ansatz der Produktkonfiguration in der kundenindividuellen Fertigung erfolgreich eingesetzt werden?
  • Ist der Konfigurations-Ansatz für Produkte meines Unternehmens geeignet? Die Teilnehmer erlernen im Workshop eine Methode, die schnell Fakten zur Beurteilung dieser Frage liefert.

Abschließend wird an einem Demonstrator zur kundenindividuellen Fräsbearbeitung aufgezeigt, dass auch Stückzahl Eins wie in Serie gefertigt werden kann.

Dozent

Carsten Schaede

Lernziele

  • Nutzen und Aufwand der Lösungsraumdefinition für die kundenindividuelle Fertigung einschätzen können.
  • Informationslogistische Verschwendung und Informationsbrüche in der Auftragsabwicklung identifizieren können.

Zielgruppe

  • Der Workshop richtet sich an Unternehmen die kundenindividuelle Varianten ihrer Produkte fertigen (Make-to-order) oder kundenindividuell Produkte auslegen und entwickeln (Engineer-to-order). Zielgruppe sind Akteure der gesamten Wertschöpfungskette mit Bezug zu Entwicklung, Konstruktion, Produktionsplanung, Arbeitsvorbereitung, Fertigung oder Qualitätswesen.

Vorkenntnisse

  • Ein grundlegendes Verständnis von Produktionsthemen im Kontext der variantenreichen Fertigung wird vorausgesetzt.

Veranstaltungsort

Technische Universität Darmstadt
Prozesslernfabrik CiP (Gebäude L1/07)
Jovanka-Bontschits-Str. 10
64287 Darmstadt

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