Bildung, Gesellschaft und Kultur

Bürgerabend, 5. 11. 2019

Was macht die digitale Gesellschaft aus? Wie verändern sich Bildungsangebote und das Lernen und Arbeiten in der Schule?

Währen des Bürgerabends konnten sich alle Interessierten über diese und weitere Themen austauschen und diskutieren.

5.11.2019, 19-21 Uhr

Evangelische Hochschule, Zweifalltorweg 12, Darmstadt

Von der Technischen Universität Darmstadt (TU Darmstadt) leitete Prof. Dr. Petra Grell mit ihrem Vortrag zum Thema Bildung im Kontext der Digitalisierung ein. Darin widmete sie sich den Herausforderungen und Perspektiven für Bildungsinstitutionen und Bildungsverantwortliche aller Felder (Familie, Schule, außerschulische Bildung, Weiterbildung).

Peter Holnick, Leite des Instituts für Medienpädagogik und Kommunikation, Hessen, stellte das im Juni 2019 gestartete Digitalstadt-Projekt Haus der digitalen Medienbildung vor. Kern des Projektes sind medienpädagogische Veranstaltungen, die spezifisch auf Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte zugeschnitten sind. Sie alle müssen, gemeinsam mit den Familien, in der veränderten Kommunikationsgewohnheit souverän agieren.

Tilman Hampel und Martin Szagartz, Mitarbeiter der Schul-IT der Wissenschaftsstadt Darmstadt, zeigten, wie Unterrichtseinheiten mit Kleinstcomputern ablaufen, die im Rahmen des Schüler*innenprojektes zur Verfügung gestellt werden.

Vor Ort konnten die Interessenten die Informations- und Diskussionsplattform Schulforum.info ausprobieren, die der Stadtelternbeirat mit dem Digitalstadt-Partner tingtool auf den Weg gebracht hatte. In der Plattform werden relevante Informationen gesammelt und Schüler*innen, Eltern sowie Lehrkräfte aber auch Akteure aus Politik und Verwaltung können sich treffen und Informationen abrufen oder bereitstellen.

Der Digitale Bildungswegweiser Darmstadt wurde von Fabian Jankowski von der Volkshochschule Darmstadt vorgestellt. Das Portal bietet künftig einen Überblick über die vielfältigen Bildungsangebote der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Das Projekt Digital für alle, bearbeitet unter der Federführung von Adelheid Wolf vom Amt für Soziales und Prävention neue Möglichkeiten der medialen Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigung. Welche Apps und Anwendungen hier künftig zum Einsatz kommen sollen, wurde thematisiert.

Zudem waren die Kollegen aus dem Atelierhaus Ludwig-Engel-Weg 1 des Park Rosenhöhe vor Ort. Ihr Verein Kultur einer Digitalstadt stellte sein Programm vor, das mittels verschiedenster Formate das künstlerische sowie kulturelle Potenzial der Digitalstadt in das richtige Rampenlicht setzt.

 

Von der Digitalstadt Darmstadt werden gleich mehrere Projekte und Initiativen im lokalen Bildungssektor gestützt.

Das Haus der digitalen Medienbildung bietet maßgeschneiderte Fort- und Weiterbildungsangebote für Eltern und pädagogische Fach- und Lehrkräfte. Ziel ist, sich mit den digitalen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen auseinanderzusetzen und die zeitgenössischen digitalen Medien in Bildungsprozesse professionell zu integrieren. Kinder und Jugendlich werden in dem Haus der digitalen Medienbildung zudem zu souverän agierenden, selbstbewussten und kritischen Umgang mit Smartphone und sozialen Netzwerken angeleitet.

Im Rahmen des “Schülerinnen und Schülerprojekt” unterstützt das Medienzentrum der Wissenschaftsstadt Darmstadt Schulden durch umfangreiche Schulungsangebote für die Lehrenden. Zusätzlich werden den Schulen ganze Lerneinheiten samt benötigten Material zur Verfügung gestellt.

Das Projekt “Digitaler Wegweiser gibt anhand einer digitalen Bildungslandkarte einen Überblick über die vielfältigen Bildungsangebote der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

… geprüft werden, woran das liegt. Dann sollten Schüler*innen individuell gefördert werden (gerne auch unter Einsatz digitaler Medien). Ziel sollte sein, dass jedes Kind entsprechend seiner Möglichkeit gefördert wird und einen Schulabschluss erreicht, der seiner Begabung entspricht.

1. Die geplanten Projekte gehen an den notwendigen Verbesserungen im Bereich Bildung vorbei. Die aktuellen Bedürfnisse resultieren nicht aus einer mangelnden “Bündelung”. Auch die Darstellung einer “Digitalen Bildungslandschaft” ist sehr bedingt sinnvoll. Bildungsangebote können sehr schnell per Suchanfrage im Internet gefunden werden. Eine zentrale Darstellung wird nie aktuell geschweige denn vollständig sein.

2. Modellschulen sollen digitale Themen sinnvoll in den (bestehenden Unterricht) integrieren. Dieser Ansatz ist grundlegend fragwürdig. Seit Jahren wird ein eigenes Schulfach (bspw. Informatik und Gesellschaft, Informationstechnik oder ein anderer sinnvoller Name) gefordert. Die Schulfächer sind schon jetzt mit Themen überfüllt. Auch ist es fraglich, ob z.B. ei PoWi-Lehrer die gesellschaftliche und wirtschaftlichen Folgen von Kryptowährungen, den Einfluss maschinellen Lernens usw. auch nur ansatzweise im Unterricht behandeln kann. Hierzu brauchen Lehrer und Schüler Unterstützung von außen. Hier sollten stärker Hochschulen eingebunden werden in Bildungspartnerschaften. Doch wäre das dann sinnvoll? Ein Vorschlag für einen 5-Punkte-Plan für unsere digitale Zukunft im Bereich Bildung: 1. Ein eigenes Schulfach für digitale Bildung etablieren. In diesem dann vorrangig gesellschaftspolitische Themen behandeln. des Weiteren geht es um Medienkompetenz (z.B. Wann und für was nutzen wir ein Smartphone? Wie schützen wir unsere Daten auf dem Smartphone? Wieso muss ich bei Streamingdiensten aufpassen? Schließlich wird das neue Schulfach genutzt, um andere Schulfächer zu unterstützen. 2. Es werden interessante Projekte (z.B. im Bereich Lego Education) angeboten. Es geht hier um praxisnahe Erfahrungen und das Interesse an Themen im MINT-Bereich zu wecken und zu fördern. Angebote sollten sich immer an ALLE richten. 3. Das Fach Informatik wird in der Oberstufe zum anerkannten MINT-Fach. Es kann gleichwertig zu Biologie, Chemie, Physik und Mathematik gewählt werden. 4. Für das Fach Informatik werden Schulbücher angeschafft und verwendet. Die Bücher müssen auf Eignung geprüft werden. Veraltete Methoden und Verfahren sollten nicht mehr enthalten sein. 5. Lehrer und Schüler nutzen digitale Plattformen. Wieso muss ein Grundschüler einen so schweren Schulranzen tragen und seine Gesundheit gefährden? Wiese werden Arbeitsblätter nicht digital zur Verfügung gestellt? Es sollten moderne und cloud-basierte Infrastrukturen genutzt werden. Hier könnten auch Kooperationen mit Hochschulen und Firmen genutzt werden. 

… digitalen Welt schlägt und sie nicht mehr länger als separate Lebensbereich betrachtet werden.”  – Bis wann und wie soll das geprüft werden?

… materielle/räumliche Herausforderungen – vielleicht kann ein digitaler Austausch erdacht werden?

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