Der Praxistag “Mädchen. Medien. Bildung.” umfasste drei verschiedene Workshops, zwischen denen frei gewählt werden konnte. Jeder Workshop wurde in zwei Runden durchgeführt, sodass die Teilnehmer*innen jeweils unterschiedliche Programmangebote wahrnehmen konnten. Ziel des Tages war es, praxisnahe Konzepte zu vermitteln, die sich mit digitalen, kreativen und selbstreflektierenden Themen beschäftigen. Zudem sollten durch den Praxisbezug eventuelle Ängste vor Digitalität und Elektronik abgebaut werden. Durchgeführt wurden die Workshops von Digital Coach und Medienpädagogin Maria Fischer, dem Schuldruckzentrum Darmstadt und dem Mobilen Stadtlabor der Digitalstadt Darmstadt GmbH.

Im Workshop von Maria Fischer lag der Fokus auf der Erstellung von Infozines. Diese kleinen Hefte beschäftigten sich mit dem Thema digitale Selbstverteidigung, wie z. B. eigenen Rechten im Netz oder dem Umgang mit unerwünschten Bildern.

Beim Workshop des Schuldruckzentrums Darmstadt wurden analoge Selbstporträts gedruckt und Postkarten mit starken Sprüchen erstellt, die als Antworten auf Fragen wie “Was hätte ich früher gerne gewusst?” oder “Was möchte ich Mädchen heute mit auf den Weg geben?” dienten. Der Druck erfolgte mithilfe von Bleilettern aus dem Buchdruckverfahren.

 

Das Mobile Stadtlabor widmete sich dem Thema 3D-Druck. Die Teilnehmer*innen des Workshops stammten aus verschiedenen Bereichen wie offener Kinder- und Jugendarbeit, Jugendförderung, Sozialer Arbeit, Gleichstellungsmanagement, Förderschul- und Sozialpädagogik. Sie hatten bisher wenig Erfahrung mit 3D-Druck, waren jedoch interessiert daran zu erfahren, wie diese Technologie funktioniert und wie sie möglicherweise in ihren Arbeitsbereichen genutzt werden kann.

Los ging es mit der Vorstellung des Mobilen Stadtlabors: Nancy Teichmann von der Digitalstadt Darmstadt GmbH gab einen kurzen Überblick über die Ziele, Zielgruppen und Formate. Zusammen mit ihrer Kollegin Anne Weisel und den Experten für 3D-Druck, Michael Ibsen und Antonio Jorba, folgte dann eine Einführung ins Thema: Michael Ibsen sensibilisierte zunächst für das Thema Plastikverschmutzung in den Ozeanen und ermutigte zur Müllreduktion und Umweltentlastung durch das Drucken via 3D-Drucker. Auch Anwendungsbereiche des 3D-Drucks wie Medizintechnik, Raumfahrt und Bauwesen wurden vorgestellt.

Anhand eines Anleitungsfilms erfuhren die Teilnehmer*innen dann, wie man einen 3D-Drucker-Bausatz zusammensetzt und das Gerät in den betriebsbereiten Zustand versetzt.

Anschließend erklärte Michael Ibsen den generellen Ablauf eines 3D-Drucks, gefolgt von einer Vorstellung der für die Vorbereitung des Drucks erforderlichen Software-Lösungen “Ultimaker Cura” und “OctoPrint” durch Antonio Jorba. Michael Ibsen zeigte den Teilnehmer*innen dann die Funktionen der 3D-Modellierungs-Web-App “TinkerCAD”, die es ermöglicht, neue 3D-Modelle zu erstellen oder vorhandene Vorlagen anzupassen. Schließlich konnten die Teilnehmer*innen selbst aktiv werden und in praktischen Übungen am Laptop den Umgang mit der Software erlernen. Zum Abschluss wurden die finalen Modelle gedruckt, um den spannenden Prozess von der ersten Idee bis zum greifbaren Objekt zu durchlaufen. Die voller Stolz aus dem Drucker geholten Druckergebnisse durften dann als kleine Erinnerung an den Workshop-Tag mit nach Hause genommen werden.

Im abschließenden Blitzlicht hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, ein Fazit zum Workshop zu ziehen – und dieses fiel zur Freude des Teams des Mobilen Stadtlabors durchweg positiv aus. Das gesetzte Ziel, die Ängste vor Digitalität und Elektronik zu nehmen, wurde offenkundig erreicht. Bei einigen Teilnehmer*innen wurde sogar der Wunsch geweckt, einen 3D-Drucker für die eigene Einrichtung anzuschaffen. Um den Teilnehmer*innen alle dafür erforderlichen Informationen an die Hand zu geben, erhielten sie ein “Education Pack” auf einer 3D-gedruckten Visitenkarte mit NFC-Tag. Durch Scannen des NFC-Tags wurde eine Verlinkung zur Website des Mobilen Stadtlabors aktiviert, über die ein Dokument mit allen Informationen zum eingesetzten 3D-Drucker-Modell und der genutzten Software abgerufen werden konnte. Mit diesem Rüstzeug dürften alle Teilnehmer*innen für ihren eigenen Start in die Welt des 3D-Drucks gut ausgestattet sein. Das Team des Mobilen Stadtlabors wünscht dabei viel Erfolg!

Es gibt auch ein informatives Video von diesem Tag, das uns das MuK Hessen e.V. zur Verfügung gestellt hat – einfach mal bei YouTube reinschauen!

Bei den vier Workshops konnten Mitglieder der Akademie 55plus und Smartphone-Einsteiger*innen in jeweils drei Stunden mit Thorsten Hecht von der VHS Darmstadt die ersten Schritte am Smartphone erlernen. Unterstützend waren auch Nancy Teichmann und Anne Weisel von der Digitalstadt Darmstadt GmbH mit dabei.

Inhaltlich ging es im ersten Workshop um die Grundlagen der Bedienung. Also darum, wie man Schnelleinstellungen verwendet, die Datenverbindung und den Ton einstellt und die Startseite einrichtet. Waren diese Grundelemente erklärt und verstanden, konnten die Teilnehmer*innen etwas weiter in die Tiefe einsteigen. Dabei wurden Fragen geklärt, wie man die Helligkeit reguliert  oder die Schriftgröße ändert. Anschließend folgte noch ein interessanter Exkurs zum Thema Phishing-Mails mit wertvollen Hinweisen, wie man solche Betrugsversuche erkennt.

Der zweite Workshop setzte einen Schwerpunkt auf die Kommunikation und behandelte Themen wie das Verwalten von Kontakten und das Abrufen und Beantworten von E-Mails. Zusätzlich wurde geklärt, was der Unterschied zwischen einer SMS und MMS ist und wie man Kalendereinträge erstellt.

Im dritten Workshop drehte sich alles um das große Thema Apps. Hier ist die Vielfalt riesig, also begann der Workshop zuerst mit den Fragestellungen: Wie installiert, aktualisiert und löscht man Apps? Sind Apps eigentlich kostenlos? Was sind Widgets? Im Anschluss gab es vom Kursleiter noch viele Tipps zu nützlichen Apps, wie zum Beispiel zum Einscannen und Mailversand von Dokumenten oder dem Scannen von QR-Codes oder zur Pflanzenbestimmung. Außerdem wurden die Fragen beantwortet, wo man sieht, wieviel Speicher (für Apps und Fotos) noch frei ist und was zu tun ist, wenn der Speicher voll ist.

Der vierte Workshop befasste sich mit dem Thema Fotografieren, Bilder und Musik. Dabei lernten die Teilnehmer*innen, wie man die Kamera bedient und optimal einstellt, wie man Bildersortiert oder verschiebt und nachbearbeitet. . Außerdem gab es einen Exkurs, wie man die Fotos vom Smartphone auf den PC übertragen kann. Beim Thema Musik wurde geklärt, wie man diese direkt vom Gerät abspielen kann und wie man Musiktitel kauft. Außerdem gab es Tipps zum Musik-Streaming mit Abo oder dem Hören von Radiosendern via App.

Alle vier Workshops waren ein voller Erfolg und die Teilnehmer*innen konnten viel Neues für ihren Umgang mit dem Smartphone mitnehmen. Natürlich gab es auch einige Interessierte, die bei mehreren Workshops dabei waren und so ein umfangreiches Wissen erhielten.

Unter dem Motto “Empowerment in Zeiten von Social Media & Co.” widmen wir uns einen Tag lang den Möglichkeiten, mädchen*politische Themen in verschiedenen Workshops praxisnah zu vermitteln. Der Praxistag richtet sich an Multiplikator*innen und sozialpädagogisches Fachpersonal aus der Mädchen*arbeit in ganz Hessen.

Workshop des Mobilen Stadtlabors: Bauen, staunen, ausprobieren. Wenn das Ersatzteil aus dem Drucker kommt.

Vielleicht habt ihr auch schon einmal eine Lampe weggeworfen, weil ihr Schirm beschädigt war oder eine Tasse, deren Henkel abgebrochen ist? Das muss nicht sein! Per 3D-Drucker lassen sich Ersatzteile kostengünstig in Eigenregie herstellen und Geräte oder Gegenstände reparieren. Das reduziert Müll und entlastet die Umwelt. Getreu der Devise „Reparieren statt wegwerfen“ lernt ihr in diesem Workshop, wie ihr mit einem Baukastensystem in kurzer Zeit für den Eigenbedarf einen 3D-Drucker zusammenbaut, in Betrieb nehmt, Ersatzteile modelliert und druckt.

Also nutzt die Gelegenheit, theoretisch sowie praktisch eine innovative Technologie und deren Anwendungsmöglichkeiten kennenzulernen und mit kostengünstigen Mitteln für eure Einrichtung zu nutzen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Mittwoch, 29. November, 09:00 – 17:00 Uhr
Kulturzentrum Bessunger Knabenschule

 

Hier findet ihr alle Unterlagen zum Workshop als Download:

  1. Allgemeine Informationen zum Workshop-Ablauf und die Links zur benötigten Software
  2. Einsatzmöglichkeiten von 3D-Druckern und ausgewählte Projekt-Beispiele
  3. Modellierung von 3D-Objekten: von der Idee zum Objekt

 

Ende September fanden in den Räumen der VHS Darmstadt zwei inklusive Smartphone-Kurse zu digitalen Alltagshelfer-Apps statt. Den fünf Teilnehmer*innen mit Beeinträchtigung stellten Kursleiter Steffen Albus von der VHS sowie Nancy Teichmann und Anne Weisel von der Digitalstadt Darmstadt GmbH einige nützliche Android-Apps vor.

Im ersten Teil ging es vor allem um Reise-Apps, wie “RMVgo” und “DB-Navigator”: Wie gibt man Verbindungen ein? Wo findet man Fahrpläne und wie sieht man, auf welchem Gleis der Zug fährt? Diese und weitere Fragen wurden parallel zur Bedienung der App beantwortet. Auch der barrierefreie Linienfahrplan von Darmstadt in der “RMVgo”-App war Teil der Lerneinheit. Zur Navigation wurden anschließend auch “Google Maps” mit der Standorteinstellung und Routenplanung sowie die App “WheelMap”, mit Informationen zum Grad der Barrierefreiheit verschiedener Orte, vorgestellt.

Das Thema Mobilität wurde an diesem Tag sehr ausführlich besprochen und von den Teilnehmer*innen viel und begeistert diskutiert.

Zum Abschluss des Tages gab es noch Einblicke in die Wetter-App mit Ortswahl, Regenradar, Temperaturanzeige usw.

Der zweite Kursteil befasste sich nicht nur mit Apps, es ging auch um die Aktivierung der systeminternen Android-Vorlesefunktion “TalkBack”, womit alle Textinhalte des (Smartphone-) Bildschirms laut vorgelesen werden. Dies bietet eine wichtige Unterstützung für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen. Anschließend folgte ein Exkurs zur Gefahr von Phishing- SMS und es wurde zum Beispiel der “Enkeltrick” vorgestellt. In diesem Zusammenhang wurde gezeigt, wie man Anrufer blockiert und unbekannte Telefonnummern überprüfen kann. Außerdem gab es noch ein paar Tipps zu barrierefreien Podcasts bei “Spotify” & “YouTube”.

Weiter ging es mit zusätzlichen hilfreichen Apps, zum Beispiel einer Text-Scanner-App, die den fotografierten Inhalt vorliest – eine sehr gute Bedienhilfe für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen.

Interaktiv wurde es dann bei der Pflanzenbestimmung: Kursleiter Steffen Albus fotografierte Blätter von mitgebrachten Pflanzen und die App konnte direkt aufzeigen, um welche Pflanze es sich handelt. Genauso gut funktionierte es mit einer weiteren App, mit der der genutzte Beamer fotografiert wurde und über die App sofort die Marke und das Modell erfuhr.

Aufgrund der ausgiebigen Gespräche während des Kurses sowie des positiven Feedbacks der Teilnehmer*innen plant das Team des Mobilen Stadtlabors gerne eine Fortführung einer solchen Veranstaltung im kommenden Jahr.

 

Bereits Ende März war das Mobile Stadtlabor mit dem Kurs “Miteinander spielen” zu Gast beim Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen (EDW). Der Workshop kam so gut an, dass daraus eine Fortsetzung entwickelt wurde. Auch der zweite Teil der Reihe wurde durch Antonio Jorba, Nancy Teichmann und Anne Weisel angeleitet.

Wieder lautete die Botschaft: “Wenn wir zusammenkommen können, spielen wir in echt! Denn das macht am meisten Spaß!“ Und so wurde gleich zu Beginn das Kartenspiel „6 nimmt!“ in zwei Gruppen gespielt. Das hat den zehn Teilnehmer*innen so viel Spaß gemacht, dass gleich noch eine zweite Runde drangehängt wurde.

Nach dem Kartenspiel folgte dann die zweite Botschaft: „Wenn wir uns nicht treffen können, können wir auch gemeinsam online spielen!“ Dafür wurde die Online-Spiele-Plattform „boardgamearena.com“ mit der Online-Variante von „6 nimmt!“ vorgestellt und die gesamte Gruppe spielte dieses Mal gemeinsam gegen Nancy Teichmann – ein großer Spaß für alle!

Im Anschluss war Detektivarbeit gefragt, als die gesamte Gruppe gemeinsam das Online-Geografie-Quiz „Geotastic“ spielte. Dabei wird man innerhalb von “Google Street View” ausgesetzt und muss erkunden, wo man sich gerade befindet. Wenn man zu wissen glaubt, wo man ist, markiert man den Ort auf der Weltkarte. Jedes Detail kann für die Orientierung wichtig werden: Von der Sprache über die Farben der Straßenschilder, die Straßenseite, auf der die Autos fahren, der Vegetation und Gestalt der Landschaft bis hin zu der Kleidung der Menschen, offensichtlichen Hinweisen wie Landesflaggen und Internetadressen auf Werbeschildern. “Wir haben den Modus „Sehenswürdigkeiten“ gespielt. Hier musste man zum Beispiel das Riesenrad London Eye, die Golden Gate Bridge in San Francisco oder einen Maya-Tempel geografisch zuordnen.”, sagt Nancy Teichmann.

Alle hatten sehr viel Freude an den unterschiedlichen Spielen und es war daher sicher nicht der letzte Besuch im EDW in diesem Jahr. Das Team des Mobilen Stadtlabors hat schon Pläne für den nächsten Termin geschmiedet und arbeitet an den Themen.

Das Mobile Stadtlabor mit den Kolleg*innen Nancy Teichmann, Anne Weisel, Antonio Jorba, Michael Ibsen, Prof. Dr. Elke Hergenröther sowie Prof. Dr. Eva Brucherseifer von der h_da mit weiteren Kolleg*innen, waren zu Gast bei der Firma VRLOGIC in Dieburg. “Diesmal stand das Kennenlernen dieser interessanten Firma im Landkreis sowie der Austausch mit den Kolleg*innen vor Ort im Mittelpunkt. Das Mobile Stadtlabor ist also selbst auf kleine Fortbildungsreise gegangen”, sagt Nancy Teichmann von der Digitalstadt Darmstadt GmbH.

Der Systemlieferant im Bereich 3D-Technologien gab den Kolleg*innen viele interessante Einblicke in seine Arbeit und stellte zukunftsweisende Technologien vor. So zum Beispiel verschiedene 3D-, VR- und AR-Technologien. Das “Looking Glass”, ein Display, das mit Lichtfeldtechnik arbeitet, um einen 3D-Effekt zu erzeugen, war hierbei besonders interessant. Auch die “CAVE“ wurde besucht. Dabei handelt es sich um einen Raum mit Projektionstechnik, der mehreren Nutzer*innen mittels Spezialbrille und via Gesten und Bewegungen eine immersive Interaktion via 3D-Software ermöglicht – willkommen in der Zukunft.

“Es war sehr interessant zu sehen, welche Lösungen für die vorgestellten Technologien heute bereits möglich sind und dass diese direkt vor der Haustür entwickelt werden”, sagt Anne Weisel von der Digitalstadt Darmstadt GmbH.

Wir bedanken uns herzlich bei VRLOGIC für die spannenden Einblicke und den interessanten Austausch.

Das Mobile Stadtlabor und die Volkshochschule Darmstadt sind der Einladung des DRK (DRK-Kreisverband Darmstadt-Stadt e.V.) und der Diakonie (Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg) gefolgt und haben Ende Mai zwei Smartphone-Einsteigerinnen-Kurse beim Begegnungscafé in der Waldkolonie veranstaltet. Dabei haben zwölf Seniorinnen, unter Anleitung von Thorsten Hecht (Volkshochschule Darmstadt) und mit Unterstützung der Mitarbeiterinnen der Digitalstadt Darmstadt, erste Erfahrungen mit ihrem Android-Gerät gesammelt. Die beiden Kurse im Gemeinschaftshaus in der Waldkolonie waren natürlich kostenfrei.

Im ersten Kurs drehte sich zunächst alles um die Grundlagen der Bedienung des Smartphones. Dabei wurden die wichtigsten Schnelleinstellungen, wie WLAN, mobile Daten, Bluetooth oder “Nicht stören” vorgeführt und ausprobiert. Neben dem Telefonieren ging es auch um Kontakteverwaltung und die Einstellung von Tönen. Etwas tiefer sind die Teilnehmerinnen dann mit der Unterscheidung von Homescreen und App-Drawer eingestiegen. Auch auf individuelle Fragen wurde eingegangen und zum Beispiel die Online-Buchung von Terminen gezeigt.

Beim zweiten Kurs ging es weiter mit zusätzlichen Einstellungen, wie der Helligkeit, Schriftgröße, Bildschirm-Timeout oder den Klingeltönen. Anschließend lernten die Seniorinnen, wie man den Sprachassistenten nutzt, Updates macht oder den Homescreen verwaltet. Auch diesmal war genügend Zeit für individuelle Fragen, wie zum Beispiel zu Akku-Mythen oder dem Thema Phishing. Zum Ende des Kurses wurden noch Empfehlungen zu Links gegeben, die zur weiteren Nutzung und zum Ausprobieren des Smartphones anregen.

Das Mobile Stadtlabor und die Volkshochschule Darmstadt waren erstmals beim Senioren-Treff der Evangelischen Christopherusgemeinde zu Gast. In lockerer Gesprächsrunde und bei geselligem Kaffeetrinken drehte sich alles um die Frage, wie das Smartphone als Alltagshelfer dienen kann. Sieben Seniorinnen tauschten sind am 24. Mai mit Gesprächsleiter Thorsten Hecht von der Volkshochschule Darmstadt über die Vorteile und den Nutzen von Smartphones aus.

Bisher waren die Teilnehmerinnen eher skeptisch gegenüber der Nutzung von Smartphones eingestellt und es gab viele Wissenslücken zur Bedienung des Geräts. Ohne fremde Hilfe fiel es den Seniorinnen bislang schwer, den Umgang zu erlernen. Dennoch fühlten sich die Teilnehmerinnen von ihrem sozialen Umfeld zur Nutzung des Smartphones ermutigt und interessierten sich grundsätzlich für die Thematik.

Also ging es zunächst einmal daran, Überzeugungsarbeit zu leisten und erste Grundkenntnisse zu vermitteln. Thorsten Hecht erzählte von den Möglichkeiten, wie das Smartphone generell von Nutzen sein kann – zum Beispiel zur Kommunikation mit der Familie, um Bilder auszutauschen oder zur Unterhaltung mit Spielen, YouTube-Videos oder als Alltagshelfer mit Übersetzungsapps oder Apps für die Pflanzenkunde und andere Wissensbereiche.

Bereits diese Beispiele lieferten einen guten Anstoß zum gemeinsamen Austausch, welche weiteren Möglichkeiten der Smartphone-Nutzung es im Alltag gibt. Die Rückmeldung der Teilnehmerinnen war äußerst positiv. Sie waren vor allem dankbar für eine Gesprächsrunde auf Augenhöhe und dass sie auch mit ihren Unsicherheiten im Umgang mit dem Thema Smartphone ernst genommen werden.

Nach dem großen Zuspruch bei den beiden Smartphone-Kursen im vergangenen Jahr hat das Mobile Stadtlabor drei weitere Einsteiger*innen-Kurse bei der Akademie 55plus veranstaltet. Im März und April waren jeweils zwölf Teilnehmer*innen mit dabei und konnten Grundkenntnisse rund ums Smartphone erlernen. Das gemeinsame Projekt in Kooperation mit der Akademie 55plus und der VHS Darmstadt wurde wieder sehr positiv angenommen. In den jeweils zweistündigen Kursen erklärte Thorsten Hecht von der VHS Darmstadt den Umgang mit dem eigenen Android-Gerät. Unterstützt wurde der Kursleiter von Nancy Teichmann und Anne Weisel von der Digitalstadt Darmstadt GmbH, welche den Teilnehmer*innen bei individuellen Fragen zur Seite standen.

Jede Kurseinheit hatte einen eigenen Schwerpunkt: Im ersten Block ging es um Grundlagen der Bedienung, wie zum Beispiel die verschiedenen Wischbewegungen. Auch Schnelleinstellungen, wie WLAN, Bluetooth, Standortverwaltung, die Aktivierung und Deaktivierung von (Push-)Benachrichtigungen sowie die Einstellung der Tonlautstärke, gehörten zu den ersten Lerneinheiten.

Beim zweiten Termin im April wurden die Grundlagen bereits erweitert, beispielsweise durch das Thema Videoanruf und Kameraverwendung. Auch wie man Kontakte hinzufügt, Apps entfernt, einen QR-Code scannt, Fotos versendet und Fotoalben sortiert, waren weitere Nutzungsinformationen, die im täglichen Gebrauch des Smartphones wichtig sind. Zum Ende des Kurses gab es noch einen kurzen Exkurs zur Unterscheidung von “Homescreen” und “App-Drawer” sowie zum Thema “Phishing”.

Der dritte Termin hatte die Schwerpunkte Navigation und Benutzung des Playstores sowie die Vorstellung von einigen hilfreichen Apps. Hier waren besonders Mobilitäts- und Karten-Apps oder auch Apps für die Pflanzenerkennung für die Teilnehmer*innen besonders interessant. Zum Ende konnten dann noch viele Fragen gestellt werden und es gab Hinweise auf Informationsquellen im Internet zur selbstständigen Weiterbildung vom Kursleiter.

Besonders wichtig bei den Veranstaltungsreihen ist es, auf die Fragen, Wünsche und Interessen der Kursteilnehmer*innen einzugehen und sie am eigenen Gerät zu schulen. Dabei fallen auch den Mitarbeiterinnen der Digitalstadt Darmstadt GmbH, die die Kurse unterstützend begleiten, immer wieder feine Unterschiede auf, die nur im Vergleich der Geräte sichtbar werden. “Wir möchten die Senior*innen möglichst gut und umfassend schulen und auf alle Bedürfnisse individuell eingehen. Daher führen wir unsere Kurse in kleinen Gruppen durch und setzen die Reihe gerne für weitere Interessent*innen fort”, sagt Nancy Teichmann von der Digitalstadt Darmstadt GmbH.

Ende März war das Mobile Stadtlabor wieder zu Gast beim Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen. Der Workshop zum Thema „Miteinander spielen“ war der zweite Teil einer Veranstaltungsreihe, welcher durch Antonio Jorba, Nancy Teichmann und Anne Weisel angeleitet wurde.

Nach der Begrüßung aller 12 Teilnehmer*innen wurde die erste Botschaft der Veranstaltung verkündet: „In echt miteinander zu spielen, ist am schönsten. Wenn wir uns zum gemeinsamen Spielen treffen können, dann kommen wir zusammen.“

Eingeteilt in vier Gruppen wurde gemeinsam das Spiel „Mensch ärgere Dich nicht“ gespielt. Ein Teilnehmer versetzte dabei die Spielfiguren, je nachdem, welches Ergebnis seine Mitspieler*innen gewürfelt hatten.

Was macht man aber, wenn das persönliche gemeinsame Spielen nicht möglich ist? Dafür hatten die Kursleiter*innen des Mobilen Stadtlabors eine zweite Botschaft im Gepäck: „Wenn wir uns nicht treffen können, spielen wir online miteinander!“

Per Webcam und Beamer wurde das Spielfeld kurzerhand auf eine Leinwand projiziert. So konnten alle Anwesenden nicht nur den Spielverlauf besser verfolgen, sondern bekamen zugleich auch gezeigt, wie man Gesellschaftsspiele gemeinsam online via Videokonferenz spielen könnte.

Das zweite mitgebrachte Spiel wurde wieder in gemeinsamer Runde ausprobiert und per Beamer und Leinwand übertragen. Für das sogenannte „Würfel-Spiel“ (in Anlehnung an „Kniffel“) erhielten alle Spieler*innen eine eigens vom Stadtlabor-Team für den Termin erstellte Spielanleitung in einfacher Sprache. Gespielt wurde, wie üblich, mit fünf Würfeln in einem Becher.

Um das Spiel auch nach der Veranstaltung weiterhin spielen zu können, wurde allen Teilnehmer*innen jeweils ein Würfel zum Mitnehmen überreicht. Die Idee ist, dass sich mindestens fünf Personen zusammenfinden müssten, damit gemeinsam gespielt werden kann.

Die Teilnehmer*innen des Workshops waren, wie schon beim letzten Besuch des Mobilen Stadtlabors, sichtlich begeistert und freuten sich schon auf den dritten Teil der Veranstaltungsreihe.

Das Mobile Stadtlabor war Ende Januar zu Gast beim Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen und stellte Menschen mit Behinderungen das Thema Instant Messenger vor.

Beim Workshop “Miteinander kommunizieren” hatten die zwölf Teilnehmer*innen viel Spaß und Interesse am Ausprobieren unterschiedlicher Funktionen einer Messenger-Plattform. Antonio Jorba, Kursleiter des Mobilen Stadtlabors, gab zu Beginn einen Überblick über unterschiedliche Instant Messenger und erklärte, was man mit den einzelnen Anwendungen machen kann und wie sich diese unterscheiden.

Anne Weisel, Mitarbeiterin bei der Digitalstadt Darmstadt GmbH, hatte nicht nur das Mobile Stadtlabor im Gepäck, sondern auch einige Tablets, an denen die Funktionen des Messenger-Dienstes Threema erklärt und ausprobiert wurden.

Die Teilnehmer*innen hatten viel Freude beim Entdecken und Ausprobieren der unterschiedlichen Funktionen, wie Nachrichten schreiben oder Fotos und Videos verschicken. Spielerisch wurde es dann beim Verwenden von Emojis und der Videotelefonie, die direkt im Raum über Tablet und Beamer ausprobiert wurde. Auch der Austausch unter den Kursteilnehmer*innen war sehr rege, da manche bereits Messenger-Plattformen kannten und so andere Teilnehmer*innen unterstützen konnten.

Am Ende des Workshops gab es durchweg positives Feedback und der Wunsch nach weiteren Terminen und Themen rund um die Digitalisierung.

 

Smartphones gehören inzwischen zum Alltag vieler Senior*innen. Doch die Bedienung der Geräte ist oftmals nicht selbsterklärend. Das Mobile Stadtlabor der Digitalstadt Darmstadt GmbH unterstützt ältere Menschen bei den ersten Schritten am Gerät.

Ende Oktober 2022 startete ein gemeinsames Projekt in Kooperation mit der Akademie 55plus und der VHS Darmstadt. In einem zweistündigen Grundlagen-Kurs erklärte Thorsten Hecht von der VHS Darmstadt elf Mitgliedern der Akademie 55plus Schritt für Schritt und leicht verständlich den Umgang mit dem eigenen Android-Gerät. Unterstützt wurde der Kursleiter von Nancy Teichmann und Anne Weisel von der Digitalstadt Darmstadt GmbH, welche den Teilnehmer*innen bei individuellen Fragen zur Seite standen.

Die Inhalte der zweiteiligen Veranstaltungsreihe in den Vortragsräumen der Akademie 55plus orientierten sich dabei an den Fragen, Wünschen und Interessen der Kursteilnehmer*innen. Themen waren zum Beispiel das endgültige Löschen von Apps oder die Verwaltung von Benachrichtigungstönen.

Die Senior*innen gewannen am ersten Kurstag zunehmende Sicherheit im Umgang mit der grundlegenden Bedienung ihres Smartphones. Erklärt wurden unter anderem wichtige Einstellungen und Funktionen des Geräts. Auch Fragen wie „Was ist der Unterschied zwischen WLAN und mobilen Daten?“ oder „Wo finde ich welche Einstellung in meinem Gerät?“ konnten an diesem Vormittag beantwortet werden. Dabei stellten die Teilnehmer*innen schnell fest, dass sich einige Einstellungen und Funktionen visuell von Gerät zu Gerät unterschieden. In gemeinsamer Runde ließen sich jedoch alle Unklarheiten schnell auflösen. Die Verwaltung von Kontakten und Fotos war ebenfalls Bestandteil des ersten Kurstages.

Beim zweiten Termin konnten sich die Mitglieder der Akademie 55plus zunächst im Telefonieren und Schreiben von Kurznachrichten üben. Ein weiterer großer Themenkomplex war die Navigation und Nutzung des Play Stores. „Wie ist zu erkennen, dass eine App kostenfrei ist?“ oder „Welcher Anbieter ist vertrauensvoll?“ waren z. B. zwei der wichtigen Fragen, welche die Kursteilnehmer*innen stellten. Außerdem wurden noch einige nützliche Apps, wie z.B. Online-Kartendienste, die Online-Enzyklopädie Wikipedia oder kostenfreie Radio-Apps vorgestellt und deren Installation auf dem eigenen Gerät erklärt.

Auch 2023 wird das Mobile Stadtlabor wieder bei der Akademie 55plus zu Gast sein und weitere Unterstützungsangebote anbieten.

Einige Senior*innen benötigen Unterstützung im Umgang mit dem eigenen Smartphone, um dieses als nützlichen Helfer im Alltag einzusetzen. Insbesondere Ehrenamtliche in der Altenhilfe werden oftmals angesprochen, bei individuellen Problemen mit dem Gerät auszuhelfen. Diese sind selbst nicht immer in der Lage, eine pädagogisch fundierte Anleitung zu leisten. Das Mobile Stadtlabor unterstützte daher Ehrenamtliche des Muckerhauses Arheilgen , eine gezielte Hilfe bei Fragen rund um das Smartphone anzubieten und als Multiplikator*innen ältere Menschen zu begleiten, sich sicher in der digitalen Welt zurechtzufinden.

Geleitet wurde der Kurs von Thorsten Hecht von der VHS Darmstadt, welcher tatkräftig von zwei Mitarbeiterinnen der Digitalstadt Darmstadt GmbH (Nancy Teichmann und Anne Weisel) unterstützt wurde.

Im zweistündigen Auftakttermin lernten die zwölf Teilnehmer*innen zunächst pädagogische Grundlagen zur Vermittlung von Smartphone-Inhalten kennen. „Wie helfe ich dabei, Ängste vor der neuen Technik zu überwinden?“ war dabei eine der Fragestellungen, für die der Kursleiter wichtige Hinweise gab. Weitere Themen waren an diesem Tag beispielsweise die bedürfnisorientierte, einfache und regelmäßige Vermittlung neuer Inhalte, als auch Grundlagen zur Sicherheit im Netz.

An den beiden Folgeterminen konnten die Teilnehmer*innen der Schulung ihr eigenes Wissen zum Thema Smartphone erweitern. Kursleiter Thorsten Hecht zeigte ihnen beispielsweise die wichtigsten Einstellungen und Bedienungsgrundlagen und gab Tipps zur Verwaltung von Fotos und Kontakten, zur Navigation im Play Store und zum Umgang mit Apps. Fragen rund um das iOS-Betriebssystem beantwortete Apple-Experte Steffen Albus.

Am Ende der dreitägigen Schulung nahmen die Ehrenamtlichen viel neues Wissen im Umgang mit dem Smartphone mit, das sie nun an die Senior*innen in ihrem Umfeld weitergeben können.

Nach Abschluss des Schulungsangebots waren sich alle Beteiligten einig: Das Mobile Stadtlabor soll wiederkommen!

Dieses dreiteilige Schulungsangebot wurde in Kooperation mit der VHS Darmstadt umgesetzt.

Wie geht Programmieren? Welche Berufe bietet das Web, außer YouTube-Star? Wie entlarvt man Fake News? Was tun bei Cybermobbing? Warum ist Datenschutz so wichtig? Was macht Werbung mit uns?

Beim Mediencamp in der Centralstation ging es am 17. Mai 2022 unter dem Motto „Fit für die digitale Zukunft“ um genau diese Fragestellungen. Dabei trafen drei Schulklassen an sechs Stationen auf Medienpädagog*innen und Medienexpert*innen.

An den Stationen des mobilen Stadtlabors konnten sich die Jugendlichen in virtuellen Welten und beim Programmieren austoben:

Unter der Anleitung von Antonio Jorba, Nancy Teichmann und Anne Weisel bauten die Jugendlichen am Microcontroller Schaltkreise und machten ihre ersten Programmierschritte. Am Ende leuchteten nicht nur die LEDs und Ampeln, sondern auch die Augen der Jugendlichen. So mancher entdeckte an diesem Nachmittag die Freude an Elektronik, am Programmieren und Tüfteln.
Eine spielerische und interaktive Form des Geografieunterrichts erlebten die Jugendlichen an der Augmented-Reality-Sandkiste: Mithilfe von Augmented-Reality*-Technik wurde eine dreidimensionale topografische Karte auf die Sandoberfläche projiziert. Mit Händen und Schaufeln formten die Jugendlichen mit echtem Sand ihre eigenen Welten: Sie schufen Berge, ließen es virtuell regnen und beobachteten gebannt, wie das Wasser an den Bergen hinabfloss, sich in Senken sammelte und dort Seen bildete. Nicht nur die Schüler*innen, sondern auch die Erwachsenen bekamen hier große Lust zu buddeln.
Ich sehe was, was du nicht siehst: Wie die reale Welt mit der digitalen Welt verschmelzen kann und es sich anfühlt, einen vollwertigen PC auf der Nase zu haben, erkundeten die Jugendlichen beim Ausprobieren der „HoloLens“. Diese Mixed-Reality-Brille* projiziert Hologramme, Multimedia-Inhalte oder Informationen ins Blickfeld. Die Schüler*innen steuerten fasziniert die HoloLens durch Gesten, Kopf- und Augenbewegung sowie Sprachkommandos und malten zum Beispiel ein virtuelles Graffito.
Nach rund vier Stunden ging für die Schüler*innen ein spannendes und lehrreiches Mediencamp zu Ende. Die Kinder waren begeistert und hatten Spaß. Einhelliges Resümee: „Das war cool“ und „hat Spaß gemacht“.

 

Das Mediencamp fand in Kooperation mit dem Institut für Medienpädagogik und Kommunikation statt.

* Augmented Reality (AR) bedeutet übersetzt „erweiterte Realität“ und ist eine computerunterstützte Darstellung, die die reale Welt um virtuelle Aspekte erweitert. Objekte vor dem menschlichen Auge werden dabei mit ergänzenden virtuellen Informationen kombiniert, die zum Beispiel über das Smartphone gesehen werden.

Am 8. Februar 2022, startete ein gemeinsames Projekt des Hauses der digitalen Medienbildung (#HddM) und des mobilen Stadtlabors der Digitalstadt Darmstadt.

Die 5. Klasse der Darmstädter Herderschule experimentiert zum Thema Klimawandel mit Bohnen- und Kressesamen und baut dazu unter anderem mit Sensoren, Buzzern und Leuchtdioden eine computergesteuerte Bewässerungsanlage! Wie das funktioniert, erklären den Schülerinnen und Schülern Antonio Jorba, Anne Weisel, Nancy Teichmann (Digitalstadt) und Ilona Einwohlt (HddM) mit einem spannenden Versuchsaufbau. Das digitale Schüler*innenexperiment wird mit Film und Foto dokumentiert.

„Wie wächst Kresse auf dem Mars“ – ist ein Medienprojekt zum Thema digitale Werkzeuge an der Herderschule vom Haus der Digitalen Medienbildung und dem mobilen Stadtlabor der Digitalstadt Darmstadt GmbH. Die Kinder lernen erstmals Programmieren mit dem Microcontroller (Arduino) und dem Funduino XXL Lernkit.

 

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How-to / Mitschnitt

Wer könnte besser darüber Auskunft geben, welche Inhalte und Themen rund um das digitale Leben wichtig sind für Kinder und Jugendliche als die Betroffenen selbst? Natürlich niemand anderes! Und so machte sich das Digitalstadt-Kernteam der mobilen Stadtlaboranten Mitte Oktober 2021 samt gepacktem E-Lastenbike auf den Weg zum sogenannten HEAG-Häuschen, einem Kinder- und Jugendtreff in Darmstadt-Arheiligen (www.heag-haus.de). An diesem Tag fand ein medienpädagogischer Nachmittag des Hauses der digitalen Medienbildung (HddM, https://hddm-darmstadt.de/) mit Peter Holnick statt, der ebenfalls im Stadtlabor aktiv ist.

Bereits seit mehreren Jahrzehnten öffnen sich nachmittäglich von Montag bis Freitag die Türen und Tore des ehemaligen HEAG-Verwaltungsgebäudes für Jugendhausbesucher*innen ab zehn Jahren. Sie finden hier ein vielfältiges Programm zur Beschäftigung und Qualifikation sowie natürlich genügend Raum zum Chillen oder gemeinsamen Spielen und „Abhängen“. Auch Ausflüge oder „Special Interest“-Aktivitäten finden statt, wie etwa der Erwerb eines PC-Führerscheins. Genau deswegen stellt sich der Jugendtreff als ein vielversprechender Vernetzungspunkt für das Stadtlabor dar.

„Eine wichtige Zielgruppe des mobilen Stadtlabors sind Kinder und Jugendliche“, erläuterte Simone Schlosser den Jugendhausbesucher*innen an jenem Oktobertag, und Anne Weisel führte kurzerhand das E-Lastenbike samt dessen Lehrmaterialien vor. „Wir würden gerne genauer wissen, welche Digitalthemen für euch besonders interessant sind, vielleicht auch, was ihr nicht versteht oder kritisch seht, wenn ihr an den Alltag mit Digitaltechnik denkt. Welche Geräte und welche Anwendungen und Apps nutzt ihr? Wie wichtig sind Streamingdienste oder auch Anwendungen (Apps), wie Pinterest, WhatsApp und Co. für euer Miteinander und könntet ihr auch noch ganz ohne Smartphone oder Laptop?“ Die Kinder und Jugendlichen sowie drei Mitarbeiter*innen des HEAG-Häuschens diskutierten mit dem Stadtlabor-Team intensiv und sie überlegten zusammen, welche Stadtlabor-Angebote von den HEAG-Häuschen-Kids mitgestaltet werden könnten. Von ganz besonderem Interesse war dabei übrigens das Thema „Darmstadt in 3D“ bzw. die Idee, die gesamte Stadt oder auch bestimmte Orte in dem Computerspiel Minecraft nachzubauen und damit kreativ zu werden. Die Ideen und Anregungen, die gesammelt wurden, sollen in das Programm des mobilen Stadtlabors speziell für Kinder und Jugendliche einfließen und voraussichtlich ab 2022 in die Umsetzung gehen: Dann soll nämlich Darmstadts Jugend auch außerhalb von Jugendtreffs mit dem E-Lastenbike von den Stadtlaborant*innen besucht werden, um die „digitalen Lieblingsthemen“ der Digital Native-Generation bequem vor der Haustüre durchzudiskutieren.

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden dieses Nachmittags und speziell natürlich an die Kinder und Jugendlichen sowie Mitarbeiter*innen des HEAG-Häuschens! Ohne die freundliche Kooperationsbereitschaft des HddM und die Möglichkeit, das Stadtlabor an dessen Medientag zu präsentieren, wäre dieser informative und wichtige Nachmittag nicht realisierbar gewesen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen/euch allen!

Geballte Kreativität und ein immenser Schaffensdrang zeichneten sich vergangenen Freitagnachmittag in der Webvideokonferenz „Darmstadt HACKT für Wasser und Umwelt“ ab: Rund 40 Teilnehmer:innen hatten sich zu dem 24h-Online-Veranstaltungsformat des Mitmachprojekts Umwelt/Wasser im Digitalen Stadtlabor angemeldet, um ko-kreativ frische Ideen und Konzepte für einige der großen Herausforderungen der Darmstädter Stadtökologie zu entwerfen. Dafür hatten die Teilnehmer:innen 24 Stunden Zeit und präsentierten am Samstagnachmittag ihre Ideen vor einer Jury aus Wissenschaftler:innen und Amtsleiter:innen der Stadtverwaltung. Drei Siegerentwürfe wurden am Ende des Hackathons prämiert und alle Ideen fließen in die Ausgestaltung des Bundesförderprogramms „Smart Cities made in Germany“ ein. Dessen Schwerpunkt liegt in Darmstadt auf dem Thema Wasser und Umwelt.

Die Teilnehmer:innen arbeiteten in acht Gruppen an drei vorgegebenen Herausforderungen (Challenges), für die es in den kommenden 24 Stunden Lösungen zu entwickeln galt: Wie könnten Maßnahmen in der wassersensiblen Stadtentwicklung aussehen? Welche grün-blauen Infrastrukturen könnten Klima und Umwelt verbessern und wie ließe sich Gebäudebegrünung vielleicht auch großflächig umsetzen?

Die entworfenen Konzepte zeigten auf, wie beispielsweise die verantwortungsbewusste Nutzung von Wasser oder neue Wege in der Bepflanzung versiegelter Areale oder auch der Einsatz von digitalen Assistenten und Webportalen dazu führen könnten, Darmstadt noch etwas grüner und damit lebenswerter zu gestalten.

Die Ergebnisse: Drei Sieger, drei lobende Erwähnungen

Die Jury, die die acht Präsentationen am Samstagnachmittag zum Ende des Hackathons bewertete und daraus drei Sieger auswählte, machte es sich nicht einfach. Wie lösungsorientiert, skalierbar oder auch zukunftsweisend sind die Ideen? Die Juror:innen diskutierten gut eine Stunde. Dann standen die Platzierungen fest:

Platz 1: „Groof“ – 1.000 Euro

Eine Online-Plattform, die alle wichtigen Fragen rund um das Thema Begrünung beantwortet und zugleich Plattform ist, in der sich alle neuen und etablierten Fassaden- und Gebäudegärtner treffen können, um über Pflanzen, Beete und das grüne Darmstadt zu diskutieren.

(Teammitglieder: Inga Dschinger, Lukas Cramer, Robert Kubiek, Joshua Bodemann, Sven Reule)

Platz 2: „Greening our city“ – 750 Euro

Das Beteiligungskonzept entwickelt grün-blaue Infrastrukturen entlang drei unterschiedlich großer Bausteine: vom mobilen Beet und Baumpatenschaften über Entsiegelungsprojekte bis hin zu dem Errichten von biodiversen, stadtweiten Korridoren als grün-blaue Adern der Stadtkarte.

(Teammitglieder: Mallinalli Boss, Vanessa Schwickart, Tamina Milius, Daniel Müller, Hana Ataei, Nora Schwarz, Sophie Pfeil als Architekts4Future Darmstadt)

Platz 3: „Bänke und Kannen“ – 500 Euro

Eine Plattform zur Beteiligung ruft alle Bürger:innen zum Bewässern der jungen Stadtbäume auf. Dafür sollen an Pfosten Regensammeltonnen und Gießkannen angebracht werden. Jeder aus der Nachbarschaft kann so das Grün in seiner Straße gießen. Erhalten die Bäume zu wenig Wasser, zeigt das die Plattform an.

(Teammitglieder: Eva von Monschaw, Paula Grzesiek, Richard Gerspach, Jannik Fritsch, Carmen Aires, Tobias Albrecht)

Die Teilnehmer:innen zeigten sich sichtlich begeistert „Vielen Dank für die tolle Veranstaltung. Wir hatten sehr viel Spaß und freuen uns sehr über den Preis“, so die E-Mail einer der Preisträger:innen im Nachgang.

Mehr zum Hackathon und den Ideen aus den Pitches hier im Hackathon-Reader (PDF)

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Die erste Fahrt des mit Digitaltechnik und -infos vollgepackten E-Lastenbikes führte Mitte August 2021 in den großen Garten des Eigenbetriebs Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen (EDW). Bereits seit 1968 arbeiten dort Menschen mit Beeinträchtigungen aus Darmstadt und dem Kreis. Ihr Job besteht aus ganz unterschiedlichen Aufträgen aus der Industrie und lokalen Wirtschaft, da werden Spritzgussteile hergestellt, Färbtechnik ausgeführt, Landschaften und/oder Gärten gepflegt oder auch Montage und Verpackungsarbeiten durchgeführt. Im EDW werden die Mitarbeiter für diese vielen Tätigkeiten bestmöglich betreut und angeleitet, individuell gefördert und auch ausgebildet, erklärte Ersan Isgoeren (EDW) dem Team des mobilen Stadtlabors. Dieses hatte sich viel vorgenommen an seinem ersten Vor-Ort-Termin nach den strikten Lockdowns der Corona-Pandemie, nämlich so vielen EDWlern wie möglich digitale Assistenten verständlich vorzustellen. Denn diese auf KI basierenden neuen Anwendungen der Smarten Homes und digitalisierten Lebensräume erweisen sich im Alltag vieler Menschen — ob mit oder ohne Beeinträchtigung — als wertvolle Unterstützung. Bekannt, beliebt und breit etabliert ist ihre Funktion beispielsweise in der Navigation des eigenen Pkw.

Das mobile Stadtlabor-Team mit dem Team des EDW in dessen schönem Garten

Und so bekam Alexa an diesem sonnigen Nachmittag ihre Bühne im EDW. Antonio Jorba, aktives Mitglied im mobilen Stadtlabor, stellte die digitale Sprachassistentin vor: „Alexa, kannst du das Licht für mich grün machen oder lila?“ Und klar, Alexa konnte das. Zuletzt auch deswegen, weil die mobilen Stadtlaboranten in die Box ihres Lastenbikes nebst Alexa, Laptops und Smartphones auch jede Menge Zusatzteile wie LED-Leuchten und Verkabelung gepackt hatten und diese vor Ort mit Alexa vernetzten. Per Zuruf ließ diese dann zur großen Freude des Publikums die Farbe der Leuchten ändern, von Pink nach Blau nach Grün und Gelb. Und mehr noch als über die Möglichkeit, per Sprachbefehl das Ambiente zu variieren, freuten sich die EDW-Mitarbeiter:innen darüber, dass Alexa verschiedene Tierstimmen verlauten ließ. Ein Löwe brüllte, der Hund bellte und das Publikum gluckste sichtlich angetan.

Dass Alexa neben solchen Dingen vor allem auch den Alltag der Menschen mit Beeinträchtigungen sehr praktisch erleichtern kann, das verdeutlichte Lena Cora, Praktikantin im IT-Lab der COUNT+CARE GmbH & Co. KG. Seit ihrer Geburt ist Lena auf den Rollstuhl angewiesen und deswegen häufig in ihrem Aktions- und Handlungsradius eingeschränkt. So auch in der eigenen Wohnung, wenn sie die Fensterrollos beispielsweise nutzen möchte. Viele Jahre war das ein echtes Problem, dann zog Alexa ein. Gemeinsam mit Toni Jorba installierte Lena Alexa in ihrem Zuhause, wobei Lena mit Herz und Hand und keiner Scheu vor der Digitaltechnik das System weitestgehend alleine zum Laufen brachte. Und so ruft Lena heute ganz selbstverständlich nach Alexa, wenn sie die schwer greifbaren Rollläden rauf- und runterlaufen lässt – und sie gibt sogar Anleitungen an Freunde und Bekannte, wie die Alexa-Installation funktioniert. Lena ist in der digitalen Welt angekommen.

„Digital für Alle“, erklärte dann auch Adelheid Wolf weiter, ebenfalls Stadtlabor-Projektteam-Mitglied und zugleich Projektkoordinatorin der gleichnamigen Initiative im Sozialdezernat der Wissenschaftsstadt Darmstadt, „bedeutet auch, dass alle wissen, was Internet oder ein Smartphone ist und wie man das benutzt.“ Zwei Broschüren in leichter Sprache und zugehörige Erklärvideos hat sie deswegen erstellt und die EDWler nahmen ihr diese dankend aus der Hand.

Der erfolgreiche Auftakt des mobilen Stadtlabors im EDW soll in Serie gehen. Nancy Teichmann, die die mobile Stadtlabor-Premiere koordinierte und aufsetzte, wurde nur wenige Tage später von den Werkstätten gebeten, mit dem mobilen Stadtlabor-Team noch mehr über Digitalisierung im EDW zu erklären. Fazit: Das mobile Stadtlabor rollte los und traf voll ins Schwarze. Und wer ab sofort Digitalisierung eingängig und niederschwellig erleben möchte, der sollte in Darmstadt Ausschau halten nach dem Lasten-E-Bike mit der großen, hellblauen Ladebox.

Innerhalb von vier Stunden mehr als 800 Minuten lang über digitale Bildung reden geht nicht? Geht doch! Mit dem Digi:Barcamp „Bildung im 21. Jahrhundert“, dem ersten Online-Barcamp des Stadtlabors am zweiten bundesweiten Digitaltag 2021. In 18 Sessions gab es Vorträge, Denkanstöße, Erfahrungsaustausch und Networking. Schließlich können die digitalen Herausforderungen im Bildungssektor nur gemeinsam gelöst werden. Und dass es davon viele gibt, wurde allein schon durch die Vielfalt der jeweils 45 Minuten langen Sessions deutlich.

Zum Barcamp geladen hatte die Lernwerkstatt digital im Stadtlabor Darmstadt, um zeitgemäße Bildung und Lernen in der Digitalstadt Darmstadt sichtbar zu machen, Wissen und Ideen zu teilen. So gab es Sessions, die innovative digital gestützte Lernformate und Techniken vorstellten, wie das Blendend Learning. Andere zeigten Chancen und Risiken auf oder die kreativen Möglichkeiten in der digitalen Bildung. Die Teilnehmer:innen konnten während der gesamten Veranstaltung flexibel die Sessions besuchen, zwischendurch die Session wechseln oder auch erst später dazukommen – ganz nach Interesse. Denn genau das zeichnet Barcamps aus. Sie haben eine offene Lernkultur und sind hochflexibel. Als Un-Konferenzen sind sie bestens geeignet, vielschichtige Themen in Bearbeitung zu bringen, und das auf Augenhöhe.

Nach einer kurzen Einführung und Vorstellungsrunde der Sessions ging es direkt los. Die Teilnehmer:innen wechselten in ihren jeweiligen Online-Raum. Die Option, die Session spontan zu wechseln, wurde eher selten wahrgenommen. Zu spannend waren die Themen. So wurde während der Session „Digitalisierung in der Bildung“ festgestellt, dass wir „in Sachen Digitalisierung zum Mond fliegen“. Dass das nicht durchweg positiv gemeint ist, wird deutlich, wenn man bedenkt, dass die erste Mondlandung schon über 50 Jahre her ist. Vieles dauert einfach zu lange, Konzepte fehlen und das Stellen von Anträgen sei viel zu kompliziert. Chancen hingegen sah man bei der Vernetzung von Menschen, und das auch digital.

Und um Chancen ging es auch bei „Endlich wieder die anderen hören! Chorsingen mit Jamulus“. Auf den ersten Blick zwar nicht als Bildungsthema zu erkennen, aber das Singen im Chor trainiert das Gehirn und ist fachübergreifend wertvoll. Und da die Teilnehmer:innen das genauso sahen, informierten sie sich in dieser Session, wie sie in Zeiten der Einschränkungen zusammen singen können. Schwerpunkt dabei war die Technik. Zum einen in elektronischer Form und zum anderen zur Atmung beim Singen. Deshalb wurden verschiedene Atemübungen vorgestellt.

Apropos „Atem“: Einen langen Atem hatten die Teilnehmer:innen der Session „Künstliche Intelligenz (KI) ist ein hochaktuelles Thema, aber was ist das genau?“. Hier wurde noch lange nach Sessionende diskutiert. Zuvor gab es eine Einführung in das Thema, Vor- und Nachteile wurden angesprochen und es wurden verschiedene Beispiele gezeigt. So auch eine Website, die bei jedem Aufruf ein Porträt eines Menschen zeigt, der in echt gar nicht existiert, sondern komplett computergeneriert worden ist (thispersondoesnotexist.com).

Im Gegensatz dazu wurde bei „Visual Thinking (Sketchnotes) als Universalwerkzeug für jeden – digital und analog“ nichts vom Computer generiert. Hier entstanden mithilfe von Text, Bildern und Strukturen handgefertigte Notizen. Denn Visuelles lässt sich oftmals leichter einprägen als zum Beispiel Texte. Dass das Visualisieren von Lern- und Wissensinhalten gerade in Zeiten der Informationsüberflutung – also auch beim Lernen – sehr hilfreich ist, konnten die Teilnehmenden live ausprobieren. Passend dazu sagte eine Teilnehmerin: „Der Mensch ist ein Augentier!“

Ein Auge auf den Datenschutz wurde auch in der Session „Kommunen und Technologie-Anbieter lernen voneinander – Auf dem Weg zur verantwortungsvollen digitalen Transformation“ gelegt. Hier wurde beispielsweise über die digitale Bürgerakte gesprochen. Damit soll der Datenaustausch zwischen den Behörden vereinfacht werden. In kleineren Kommunen, in denen oftmals jeder jeden kennt, könnte dies aber auf Skepsis stoßen. Die Teilnehmer:innen sind sich deshalb bewusst, dass noch einige Fragen geklärt werden müssen. Und dazu brauche es den beständigen Dialog und das Voneinander-Lernen.

Mit dieser Meinung sind sie nicht allein. Auch in den anderen Sessions hätte man noch länger diskutieren können. Was wiederum zeigt, dass viele Menschen den digitalen Wandel mitgestalten wollen. Gerne auch in einem Format wie dem Barcamp. Denn das hatte jede:r an dem Freitagnachmittag erlebt: Zeitgemäße Bildung in unserer digital geprägten Kultur geht nur miteinander!

Die Sessions und Sessiongeber:innen:

Content-Creation – YouTube, Twitch und Insta im Bildungskontext? Mareike Wagner und Enrico Steuer (Medienzentrum Darmstadt-Dieburg)

Der Digitale Bildungswegweiser Darmstadt – Zeigt dir Bildungswege! Mona Ruch und Fabian Jankowski (Stud. der HS Darmstadt und Volkshochschule Darmstadt)

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein hochaktuelles Thema, aber was ist das genau? Prof. Elke Hergenröther und Antonio Jorba (TU Darmstadt und IT Lab Count+Care GmbH)

Visual Thinking (Sketchnotes) als Universalwerkzeug für jeden – digital und analog Christopher Henke

Elternarbeit digital Diana Ciancia und Richard Jordan (Stadtelternbeirat Darmstadt)

Modellschulen und die medienpädagogische Fallwerkstatt Lars Gerber (TU Darmstadt)

Wie Algorithmen unser Handeln zu beeinflussen versuchen: Methodenlabor Volker Löw (Büro für Medienbildung)

Lernen und Ausprobieren mit dem “Mobilen Stadtlabor” – Vorstellung und Brainstorming Anne Weisel und Nancy Teichmann (Digitalstadt Darmstadt)

Mehr Präsenz im Online – Lernstrategie und Interaktion Birgit Swoboda und Elke Spatz-Dascher (Femkom e.V.)

Möglichkeiten des digitalgestützten Unterrichts in der Primarstufe Katrin Senst-Johnen (Lehrerin und IT-Beauftragte an ein Grundschule)

Lernen neu denken – zeitgemäße Bildung an der Erich Kästner-Schule (IGS) Murat Alpoguz (Lehrer an der Erich Kästner-Schule IGS Darmstadt)

Programmieren mit dem CALLIOPE mini – auch im Distanzunterricht Tilman Happel (Medienzentrum Darmstadt)

Digitaler Wertewandel – Darmstadts Kulturmenschen im Gespräch Ilona Einwohlt (Haus der digitalen Medienbildung / MuK Hessen e.V.)

Stadt, Land, Datenfluss – Die App für mehr Datenkompetenz Lena Feilke und Simon Mues  (Volkshochschule Darmstadt)

Endlich wieder die anderen hören! Chorsingen mit Jamulus Claudia Nicolai (Akademie für Tonkunst)

Brauchen wir digitale Bildung schon in der Kindertagesstätte? Cordula Kahl (MuK Hessen e.V.)

Digitalisierung in der Bildung – Warum so schwer? Peter Holnick (MuK Hessen e.V.)

Kommunen und Technologieanbieter: vernetzen und voneinander lernen – auf dem Weg zur verantwortungsvollen digitalen Transformation Veneta Ivanova, Hauke Schlüter, Matthias Unbescheiden (Fraunhofer- Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD & House of Digital Transformation)

 

Seit einiger Zeit scheinen sich aggressive Kommentare, persönliche Anfeindungen und gezielte Falschmeldungen in den sozialen Medien immer mehr zu häufen. Und auch wenn man selbst bislang nicht direkt betroffen war, hört man doch immer öfter von den Gefahren, die damit einhergehen. Aber worum handelt es sich eigentlich bei Fake News, Trollen und Hate Speech? Und vor allem: Was kann man dagegen tun?

Das vierte Stadtlabor Online-Event thematisierte die dunkle Seite der sozialen Medien: Fake News, Trolle und Hate Speech – allesamt Phänomene der digitalen Kommunikation im Internet, die in unsicheren Zeiten wie der Corona-Pandemie deutlich zunehmen. Warum ist das so und welche Hintergründe kennen Experten, die sich mit Hass im Netz beschäftigen? Zu Beginn erläuterte der Medienpädagoge und Jugendschutzbeauftragte der Stadt Gießen Thomas Graf anhand von konkreten Beispielen, wie bei Fake News Texte und Bilder aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gerissen und neu zusammengesetzt werden: Der rauchende Statist eines russischen Musikvideos wird plötzlich zum Beleg der „Inszenierung von Corona-Toten“.  Schnell und einfach lassen sich per click & drop Bildausschnitte zusammensetzen und in den sozialen Medien mit reißerischen Headlines verbreiten. In vielen Fällen lassen sich solche Zusammenhänge allerdings mithilfe einer einfachen Internet-Recherche zurückverfolgen und schnell aufklären. Dementsprechend sind so genannte „Fakten-Checks“ die wirksamste Waffe gegen Fake News. Wie man diese erkennt, wo Gefahren lauern und wie man sich ihnen gegenüber am besten verhalten sollte, findet sich in der folgenden Aufzeichnung der Beiträge von Thomas Graf und CORRECTIV:

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Auf professioneller Ebene beschäftigt sich mit solchen Fakten-Checks das CORRECTIV – eine in Essen und Berlin ansässige Non-Profit-Organisation für investigativen Journalismus. Im zweiten Teil des Stadtlabor Events gab deren „Fakten-Checkerin“ Uschi Jonas interessante Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Dabei unterscheidet sie Missinformation, die einfach nur falsche Informationen beinhaltet, von Desinformation, die gezielt täuschen und destabilisieren will. Eine extreme Form stellten hierbei die sogenannten Verschwörungstheorien dar, denen keinerlei Belege zugrunde liegen.

Die Verbreitung von Verschwörungstheorien und Desinformationen basiere zumeist auf sehr trivialen Motiven wie Machtgier oder finanzieller Bereicherung, so Uschi Jonas. Trotzdem sind beide nicht zu unterschätzen. Denn indem gezielte Falschmeldungen verunsichern sowie Ängste und Hass schüren, bedrohen sie die demokratische Kultur einer offenen Gesellschaft, die im Kern auf den Austausch von Argumenten und den Widerstreit von Rede und Gegenrede beruht. Dementsprechend wichtig ist es, denjenigen entschiedenen entgegenzutreten, die Desinformationen verbreiten oder aggressives Verhalten provozieren. Gegebenenfalls sollte man sich dafür auch Hilfe suchen – wie etwa bei Beratungsstellen, der Meldestelle #hessengegenhetze, der Polizei oder eben dem CORRECTIV.

Wie sich Fake News und Hate Speech in Zukunft vielleicht auch mithilfe von Maschinen und künstlicher Intelligenz bekämpfen lassen, erforschen die beiden Computerlinguistinnen Prof. Dr. Melanie Siegel und ihre Doktorandin Mina Schütz von der Hochschule Darmstadt. Sie analysieren im Forschungsprojekt „DeTox“ Textinhalte und deren spezifische Charakteristika wie beispielsweise Wortwahl, Schreibstil oder Tonfall sowie deren Kontext wie Verbreitung, Kommentare oder Nutzergruppe. Damit lassen sich aggressive Posts und Hate Speech zwar nicht absolut sicher identifizieren, aber zumindest frühzeitig als auffällige Nachrichten erkennen, die dann in einem zweiten Schritt manuell überprüft werden können. Damit könnte der Arbeitsaufwand für Redaktionen und Fakten-Checker deutlich vereinfacht und beschleunigt werden. In diesem Sinne kann man sich die Zukunft der Bekämpfung von Fake News, Trollen und Hate Speech im Netz wohl am ehesten als ein effektives Zusammenspiel von Mensch und Maschine vorstellen.

Großer Dank gebührt allen, die sich für eine offene und sichere Kommunikation im Internet und damit letztlich unsere eigene Sicherheit und Freiheit einsetzen – vor allem auch deshalb, weil sie dadurch immer wieder selbst Anfeindungen ausgesetzt sind.

Forschung aus Darmstadt zum Thema

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Über die Referent:innen

Thomas Graf ist Übersetzer digitaler Lebenswelten. Seit 2005 ist er unter anderem als medienpädagogischer Berater und Fachreferent für hessische Ministerien und pädagogische Institutionen tätig. Ihm ist es besonders wichtig, dass wir gar nicht erst „in den Fuchsbau“ der sozialen Medien geraten, sondern souverän im Netz unterwegs sind.

Melanie Siegel ist Professorin für Informationswissenschaft und insbesondere für semantische Technologien an der Hochschule Darmstadt. Sie forscht und lehrt als Computerlinguistin und Sprachtechnologin, seit Januar 2021 gemeinsam mit weiteren Akteuren im hessischen Forschungsprojekt DeTox zur automatischen Erkennung von Hasskommentaren und Aggressionen im Netz.

Mina Schütz ist Informationswissenschaftlerin und entwickelt derzeit als Doktorandin an der Hochschule Darmstadt ein KI-Tool, um Fake News besser erkennen zu können.

Uschi Jonas ist Redakteurin, Reporterin und Teil des CORRECTIV.Faktencheck-Teams. Das CORRECTIV ist eine gemeinnützige und unabhängige Redaktion, die für investigativen Journalismus steht und sich gezielt gegen Falschinformationen einsetzt. Dabei beteiligen sie Bürgerinnen und Bürger an den Recherchen und fördern die Medienkompetenz.

Dirk Hintermeier ist Landeskoordinator für  Cybercrime und Prävention beim Hessisches Landeskriminalamt.

In der Online-Veranstaltung im März 2021 wurde erstmals das „Mitmachprojekt Umwelt/Wasser“ des Stadtlabors öffentlich vorgestellt. Das Cluster 2 des Stadtlabors stellte dabei eine digitale Plattform vor, mit der das Engagement der Darmstädter Bürger:innen für das städtische Grün gestärkt werden könnte. Die Idee: Mittels 3D-Visualisierungen und -Kartierung soll zum Beispiel jede:r einfach und schnell sehen können, welche Jungbäume Wasser, Schatten oder anderes benötigen. Bestenfalls könnten die Darmstädter:innen dann selbst aktiv werden. Denn wie viele andere Städte auch hat Darmstadt mit einer zunehmenden Trockenheit und Erhitzung zu kämpfen.

Die Begrünung von Flächen kann dabei helfen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Während Glasfassaden und Beton wie Wärmespeicher wirken, spenden Bäume und Alleen gerade im Sommer kühlenden Schatten. Und während Regenwasser auf versiegelten Asphaltflächen abperlt, versickert es langsam in der lockeren Erde von Beeten und kühlt zugleich die bodennahe Atmosphäre.

Was eine solche „grüne Infrastruktur“ für Darmstadt leistet und in Zukunft eventuell noch mehr leisten könnte, erläuterte Prof. Dr. Jochen Hack, Professor für digitale Umweltplanung an der Uni Hannover. Demnach erfüllt das städtische Grün eine ganze Reihe von Leistungen. Sie sind bei einer nachhaltigen Stadtentwicklung künftig noch stärker zu berücksichtigen: von der biologischen Vielfalt als Ökosystem über die Funktion als Wasserspeicher und Kühlfaktor bis zu seinem Wert für Freizeit und Gesundheit.

Es gibt eine ganze Reihe von positiven Effekten, die für eine intensivere Begrünung unserer städtischen Lebensräume sprechen. Nur ein Teil davon bleibt auf öffentliche Grünflächen und Parks beschränkt. Weite Teile erstrecken sich auf die bislang noch viel zu wenig genutzten Möglichkeiten an Fassaden, auf Dächern oder in Innenhöfen. Gerade private Immobilienbesitzer:innen und Mieter:innen sind deshalb eingeladen, selbst Initiative zu ergreifen und sich für das Grün der Stadt zu engagieren. Bei der Begrünung von städtischen Flächen sind allerdings auch fachliche, organisatorische und rechtliche Fragen im Spiel. Damit frühzeitig relevante Informationen zur Hand sind, kann eine digitale Plattform Abhilfe schaffen. Sie muss allerdings in enger Abstimmung mit den städtischen Ämtern auf den Weg gebracht werden. Denn beispielsweise nicht jeder Samen erweist sich als sinnvoller Beitrag und nicht jede freie Fläche ist problemlos zu nutzen.

Um das gemeinsame Engagement der Stadtgesellschaft für Natur, Umwelt und Wasser in Darmstadt zu unterstützen, entwickeln Mitlieder des Stadtlabors derzeit den Prototypen einer digitalen Plattform. Im zweiten Teil des Lernwerkstatt-Events erläuterten die Initiatoren – Dr. Michael Kreutzer vom Fraunhofer SIT und Dr. Joachim Rix vom Fraunhofer IGD – wie eine solche Plattform grundsätzlich funktionieren und in Zukunft aussehen könnte. Ivan Iovine vom Fraunhofer IGD gab anschließend einen ersten Einblick in die Funktionsweise des Karten-Prototypen mit Arbeitsstand vom April 2021.

Eine Zusammenfassung zum Event sehen Sie im Video und in den Präsentationen:

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Vortrag “Darmstadt in 3D” von Dr. Joachim Rix als >PDF<
Vortrag “Umwelt und Wasser in Darmstadt” von Prof. Dr. Jochen Hack als >PDF<

Über die Referenti:nnen

Die Referenten des Abends engagieren sich als zentrale Akteure des Stadtlabors für dessen kontinuierlichen Aufbau. In diesem Rahmen haben sie das Mitmachprojekt zu Umwelt und Wasser initiiert und die interaktive Umweltkarte für Darmstadt auf den Weg gebracht.

Herr Prof. Dr. Jochen Hack ist Professor für digitale Umweltplanung an der Uni Hannover.

Herr Dr. Michael Kreutzer koordiniert am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT die Projekte zu Smart City und Smart Region.

Herr Dr. Joachim Rix und Herr Ivan Iovine befassen sich am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD mit der interaktiven 2D- und 3D-Visualisierung von Geodaten.

„Niemals zuvor gab es so viele Möglichkeiten zur Analyse menschlichen Verhaltens wie heute,“ erklärte Prof. Dr. Arnd Steinmetz, Informatiker und Vizepräsident der Hochschule Darmstadt (h_da), der anlässlich des dritten Online-Events des Digitalen Stadtlabors den Auftakt zum Thema ‚Meine Daten, Deine Daten, unsere Daten‘ lieferte. Rund 100 Zuhörer hatten sich in die BigBlueButton-Konferenz der Stadtlabor-Lernwerkstatt im Februar 2021 eingeschalten, um mit ihm und der Juristin Dr. Annika Selzer (Fraunhofer SIT) die Souveränität von Daten zu diskutieren – und, um Einblick in das Datenhandling der Digitalstadt Darmstadt zu erhalten. Denn diese ist als ‚Modellprojekt Smart City made in Germany‘ (BMI) lebendiger Experimentierraum städtischer Digitalisierung und Wegweiser für andere Städte und Kommunen in deren digitalen Wandel.

„Datenerfassung über Sensorik und die Analyse der Daten mit Big Data und KI-Technologien finden heute im großen Maßstab statt und können automatisiert wieder zurück umgesetzt werden, was sich beispielsweise bei der Preisgestaltung, beim Einkaufen oder eben auch bei der Schaltung von Ampeln wiederfindet,“ erläutert Professor Steinmetz. „Nicht jede Entscheidung, die bei diesen Vorgängen fällt, ist menschengemacht. Es entscheiden auch Algorithmen auf Basis ihrer Auswahl. Es stellen sich also viele Fragen, wie unser Leben durch Datenmanagement zusehends beeinflusst wird.“
Diese sogenannte Mensch-Maschine-Interaktionen wird viel und intensiv beforscht und ist bereits heute wesentlicher Technologiebestand einer digitalen Stadt, wie Darmstadt, so der Hochschullehrer. Auch deswegen ist Arnd Steinmetz treibende Kraft im Ethik- und Technologiebeirat der Digitalstadt Darmstadt und widmet sich in dieser Funktion der Formulierung einer Darmstädter Digital-Ethik: Herausgearbeitet sind derzeit neun Leitplanken für den städtischen digitalen Wandel. Allen voran muss dieser stets dem Gemeinwohl verpflichtet sein und unter demokratische Kontrolle mit einer unbedingten Datenhoheit der Bürger*innen versehen werden. Letztere müssen ihre Daten sicher wissen sowie sie managen und auch nutzen können: „Ohne Daten geht es nicht, Daten müssen erhoben werden. Wie diese souverän zu verwalten sind, das diskutieren wir beständig im Ethik-Beirat der Digitalstadt,“ so Arnd Steinmetz.

Viele interessante Informationen rund um die Souveränität von Daten, erhalten Sie im Video zur Präsentation von Prof. Dr. Arnd Steinmetz.

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Was passiert, wenn diese Debatte nicht geführt wird, das weiß Annika Selzer. Die Juristin beschäftigt der Datenschutz: „Er dient dazu, den Einzelnen davor zu schützen, dass beim Umgang mit personenbezogenen Daten das Persönlichkeitsrecht nicht beeinträchtigt wird“, erklärte die Fraunhofer-Forscherin. Denn genau dieses ist in der Ära der digitalen Kommunikation in sozialen Netzwerken, in unübersichtlich vielen Apps auf Smartphones und Tablets oder auch dank der nahezu unbemerkt erfassten Sensordaten im öffentlichen Raum oftmals stärker berührt, als vom Einzelnen erwünscht. „Sie können und sollten, wenn Sie sich in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt fühlen, aktiv werden. Sie haben das Recht, dass das Unternehmen oder die Behörde, die Ihre Daten erfasst, Auskunft darüber gibt, welche Ihrer Daten verwendet werden und zu welchem Zweck. Sie haben das Recht auf eine Berichtigung Ihrer Daten/Darstellungen sowie die Möglichkeit Löschung oder Einschränkung der Weiterverarbeitung zu veranlassen. Auch können Sie Einfluss nehmen, welche Daten von Ihnen übertragen werden und wer sich dafür entscheidet den Account zu löschen, der kann die bisher gesammelten (Bild)daten mitnehmen.“ „Doch denken Sie daran,“ so ihr Rat, „dieser Prozess kann langwierig werden und das Internet vergisst nie. Daher sollten Sie sich immer überlegen, ob Sie tatsächlich diese oder jene App benötigen, um unnötigen Datenstress zu vermeiden.“

Vortrag von Prof. Dr. Steinmetz als >PDF<
Vortrag von Dr. Selzer als >PDF<

Seit Beginn der Coronakrise arbeiten mehr Menschen im Homeoffice als jemals zuvor. Sie nutzen ihre Wohn- oder Schlafzimmer, die Küche und mitunter das Kinderzimmer als neuen Arbeitsplatz. Die Digitalisierung, ein guter Internetanschluss und der Computer machen es möglich. Doch auch Anpassungsfähigkeit, Kreativität und Geduld sind in dieser neuen Situation von Nöten – und die Privatsphäre bleibt oftmals auf der Strecke.  

Beim ersten „Lernwerkstatt digital“-Abend des Stadtlabors Darmstadt am 14. Januar 2021 teilten nahezu hundert Online-Besucher*innen ihre Gedanken, Erfahrungen und Tipps über das Arbeiten von Zuhause mit zwei Expert*innen. Geladen war die Darmstädter Innovationstrainerin Susanne de Jesus Oliveira, die u.a. beantwortete: Was ist wichtig, wenn Arbeit und Privatleben an ein und demselben Ort stattfinden? Was kann jede*r Einzelne von uns tun, um gut im Homeoffice zur arbeiten und leben. Und wie gelingt dabei die mentale und physische Abgrenzung zum Job?
Gemeinsam mit Tobias Reitz vom Darmstädter Unternehmen quäntchen+glück haben wir auf die unternehmerische Seite geschaut: Wie gelingt es als Team, neben dem Kontakt auch die Übersicht und den Spaß im Homeoffice zu behalten? Welche Rituale, Tipps und Tools helfen im digitalen Teamalltag?

Hilfe zur Selbsthilfe

Getreu dem Motto #SharingIsCaring wurden Homeoffice-Tipps aber auch Sorgen und Nöte besprochen. Die Clean-Desk-Methode beispielsweise beschert am Abend einen leeren Tisch. Telefon-Spaziergänge an der frischen Luft während dem Meeting oder gemeinsame Online-Kaffeepausen im Team beleben den Arbeitsalltag. Und schnell war klar, die fordernde Zeit im Homeoffice bietet Chancen für Neues und zum Ausprobieren.

Krisen sind immer auch Zeiten des Gestaltens. Susanne de Jesus Oliveira: „Suchen Sie sich etwas heraus, das Sie schon immer ausprobieren oder lernen wollten. Machen Sie einen Online-Kurs dazu. Es gab noch nie so viele kostenfreie Möglichkeiten für Online-Lernen. Oder gründen Sie einen Online-Chor, wenn Sie gerne gemeinsam singen möchten.“ Denn im Homeoffice ist es wichtig, sich immer wieder Zeit für sich selbst zu nehmen: Was brauche ich gerade? Wo sind meine Grenzen? Wie bleibe ich im Kontakt – mit mir und meinen Mitmenschen? Besonders wichtig ist das, wenn im neuen Alltag neben der Arbeit auch Kinder und Homeschooling unter einen Hut zu bringen sind. „Seien Sie nicht perfektionistisch,“ waren beide Referenten sich einig, eine fehler- und lernfreundliche Kultur sollten gerade jetzt Normalität werden.

Abb: Event-Protokoll mal anders. Sketchnote zur Veranstaltung von der Darmstädter Illustratorin Verena Schneider.

Kleines Einmaleins der Heimarbeit

Wenn Home und Office eins werden, braucht es Flexibilität im Denken und Handeln von Arbeitgeber- und Arbeitnehmer*innen gleichermaßen. Denn deutlicher als zuvor kommt jetzt zutage, was am Arbeitsplatz vermisst wird und was nicht. So fehlen zwischenmenschliche Kontakte und mitunter das Gefühl, dass Vorgesetzte in die Arbeit(szeit) der Mitarbeiter*innen vertrauen, so die Rückmeldung vieler Teilnehmenden. Und damit aus räumlicher keine soziale Isolation wird und Teams auch auf Distanz gut zusammenarbeiten, ist die Unternehmenskultur und die Einstellung der Führungskräfte wesentlich, so Tobias Reitz. Vertrauen, Transparenz und gerade die Kommunikation sind wichtige Gelingensbedingungen. Aber auch die richtige Arbeitsorganisation wie meetingfreie Tage und passende digitale Tools sind goldwert.

Wie sich Online-Arbeit im Homeoffice organisieren und leben lässt, erfahren Sie in den Videos und Vorträgen.

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Vortrag Susanne de Jesus Oliveira als >PDF<
Vortrag von Tobias Reitz als >PDF<

Über die Referent*innen

Susanne de Jesus Oliveira ist u.a. Innovations-Trainerin, Systemischer Coach und seit 20 Jahren Online Trainerin. Sie arbeitet schon mehr als 15 Jahre im Homeoffice und das mit Kindern und Kegel.

Tobias Reitz ist stolzer Papa, Diplom-Online-Journalist, Gesellschafter und Mitgründer von quäntchen + glück. Er und sein Team arbeiten seit vielen Jahren hybrid, zum Teil im Homeoffice und im Büro.

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