Smartphones gehören inzwischen zum Alltag vieler Senior*innen. Doch die Bedienung der Geräte ist oftmals nicht selbsterklärend. Das Mobile Stadtlabor der Digitalstadt Darmstadt GmbH unterstützt ältere Menschen bei den ersten Schritten am Gerät.

Ende Oktober 2022 startete ein gemeinsames Projekt in Kooperation mit der Akademie 55plus und der VHS Darmstadt. In einem zweistündigen Grundlagen-Kurs erklärte Thorsten Hecht von der VHS Darmstadt elf Mitgliedern der Akademie 55plus Schritt für Schritt und leicht verständlich den Umgang mit dem eigenen Android-Gerät. Unterstützt wurde der Kursleiter von Nancy Teichmann und Anne Weisel von der Digitalstadt Darmstadt GmbH, welche den Teilnehmer*innen bei individuellen Fragen zur Seite standen.

Die Inhalte der zweiteiligen Veranstaltungsreihe in den Vortragsräumen der Akademie 55plus orientierten sich dabei an den Fragen, Wünschen und Interessen der Kursteilnehmer*innen. Themen waren zum Beispiel das endgültige Löschen von Apps oder die Verwaltung von Benachrichtigungstönen.

Die Senior*innen gewannen am ersten Kurstag zunehmende Sicherheit im Umgang mit der grundlegenden Bedienung ihres Smartphones. Erklärt wurden unter anderem wichtige Einstellungen und Funktionen des Geräts. Auch Fragen wie „Was ist der Unterschied zwischen WLAN und mobilen Daten?“ oder „Wo finde ich welche Einstellung in meinem Gerät?“ konnten an diesem Vormittag beantwortet werden. Dabei stellten die Teilnehmer*innen schnell fest, dass sich einige Einstellungen und Funktionen visuell von Gerät zu Gerät unterschieden. In gemeinsamer Runde ließen sich jedoch alle Unklarheiten schnell auflösen. Die Verwaltung von Kontakten und Fotos war ebenfalls Bestandteil des ersten Kurstages.

Beim zweiten Termin konnten sich die Mitglieder der Akademie 55plus zunächst im Telefonieren und Schreiben von Kurznachrichten üben. Ein weiterer großer Themenkomplex war die Navigation und Nutzung des Play Stores. „Wie ist zu erkennen, dass eine App kostenfrei ist?“ oder „Welcher Anbieter ist vertrauensvoll?“ waren z. B. zwei der wichtigen Fragen, welche die Kursteilnehmer*innen stellten. Außerdem wurden noch einige nützliche Apps, wie z.B. Online-Kartendienste, die Online-Enzyklopädie Wikipedia oder kostenfreie Radio-Apps vorgestellt und deren Installation auf dem eigenen Gerät erklärt.

Auch 2023 wird das Mobile Stadtlabor wieder bei der Akademie 55plus zu Gast sein und weitere Unterstützungsangebote anbieten.

Einige Senior*innen benötigen Unterstützung im Umgang mit dem eigenen Smartphone, um dieses als nützlichen Helfer im Alltag einzusetzen. Insbesondere Ehrenamtliche in der Altenhilfe werden oftmals angesprochen, bei individuellen Problemen mit dem Gerät auszuhelfen. Diese sind selbst nicht immer in der Lage, eine pädagogisch fundierte Anleitung zu leisten. Das Mobile Stadtlabor unterstützte daher Ehrenamtliche des Muckerhauses Arheilgen , eine gezielte Hilfe bei Fragen rund um das Smartphone anzubieten und als Multiplikator*innen ältere Menschen zu begleiten, sich sicher in der digitalen Welt zurechtzufinden.

Geleitet wurde der Kurs von Thorsten Hecht von der VHS Darmstadt, welcher tatkräftig von zwei Mitarbeiterinnen der Digitalstadt Darmstadt GmbH (Nancy Teichmann und Anne Weisel) unterstützt wurde.

Im zweistündigen Auftakttermin lernten die zwölf Teilnehmer*innen zunächst pädagogische Grundlagen zur Vermittlung von Smartphone-Inhalten kennen. „Wie helfe ich dabei, Ängste vor der neuen Technik zu überwinden?“ war dabei eine der Fragestellungen, für die der Kursleiter wichtige Hinweise gab. Weitere Themen waren an diesem Tag beispielsweise die bedürfnisorientierte, einfache und regelmäßige Vermittlung neuer Inhalte, als auch Grundlagen zur Sicherheit im Netz.

An den beiden Folgeterminen konnten die Teilnehmer*innen der Schulung ihr eigenes Wissen zum Thema Smartphone erweitern. Kursleiter Thorsten Hecht zeigte ihnen beispielsweise die wichtigsten Einstellungen und Bedienungsgrundlagen und gab Tipps zur Verwaltung von Fotos und Kontakten, zur Navigation im Play Store und zum Umgang mit Apps. Fragen rund um das iOS-Betriebssystem beantwortete Apple-Experte Steffen Albus.

Am Ende der dreitägigen Schulung nahmen die Ehrenamtlichen viel neues Wissen im Umgang mit dem Smartphone mit, das sie nun an die Senior*innen in ihrem Umfeld weitergeben können.

Nach Abschluss des Schulungsangebots waren sich alle Beteiligten einig: Das Mobile Stadtlabor soll wiederkommen!

Dieses dreiteilige Schulungsangebot wurde in Kooperation mit der VHS Darmstadt umgesetzt.

Wissenschaftsstadt Darmstadt fokussiert „Schlaues Wasser – ein Projekt für Wasser, integrierte Stadtentwicklung und Klimaresilienz“.

Darmstadts Wasser-Management wird smart. Unter dem Projekttitel „Schlaues Wasser“ startete in dieser Woche ein großes Kollaborationsprojekt mit vielen Darmstädter Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Interessenvertretungen. Sie entwickeln ab sofort Ideen, wie die Wasserkapazitäten Darmstadts schlauer als zuvor bewirtschaftet werden können. Durch ein breites Beteiligungsangebot sollen auch die Bürger:innen dazu aktiviert werden, Ideen für Darmstadts schlaues Wasser zu entwickeln.

„Schlaues Wasser Darmstadt ist eine neue Maßnahme für eine klimaresiliente Stadt“, erklärte Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch bei der Online-Auftaktveranstaltung: „Wir haben ganz aktuell in Hessen einen neuen Sonnenscheinrekord im März mit fast 200 Sonnenstunden und zugleich den sehr bedenklichen Negativwert von nur sieben Liter Regenwasser auf einen Quadratmeter. Wasser ist eine zentrale Lebensgrundlage – und sie schwindet immer mehr. Also werden wir in den kommenden fünf Jahren unser Wasser-Management neu überdenken und investieren eingeworbene Fördergelder in Höhe von 14,7 Millionen Euro aus dem Programm „Smart Cities made in Germany“ in eines der wichtigsten Klimathemen unserer Zeit, in das Wasser. Dazu verbinden wir unsere Digital- und Klimazielstrategien stärker als zuvor mit dem Ziel, Resilienz zu erzeugen.“

Die Materie ist komplex. Denn es gehe nicht darum, so Oberbürgermeister Jochen Partsch weiter, dass man feststelle, dass Regen ausbliebe. Vielmehr ginge es darum, konkrete Maßnahmen zu entwerfen und umzusetzen. Wie lässt sich mit der schwindenden Ressource besser haushalten? Wo gibt es noch ungenutzte Potenziale zur Wassergewinnung? Drei sogenannte Fokusgruppen wurden hierfür vorgestellt. Ihre Aufgabe, wasserbedingte Herausforderungen auszuformulieren und Bewältigungsstrategien zu entwerfen. Ihr Kerninstrument hierfür, digitale und weitere Innovationstechnologien. Mit ihnen lassen sich nämlich mehrdimensionale Fragestellungen bearbeiten und Lösungsszenarien simulieren, um beispielsweise zu eruieren, was sich unter zukünftigen, ausdauernden Trockenperioden verändern muss. Erfahrung mit digitalen Konzepten in der Daseinsvorsorge konnten in den vergangenen Jahren die Digitalstadt Darmstadt sowie weitere Unternehmen der Stadtwirtschaft sammeln, um etwa Abfall, ÖPNV oder auch die Energieversorgung von Straßenlaternen intelligenter zu steuern. Gemeinsam mit dem Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung tragen daher die Digitalstadt Darmstadt und die Heag Holding die Verantwortung für dieses Projekt.

„Der Klimawandel ist in Darmstadt längst angekommen und die Landesbehörden prognostizieren noch längere Trockenperioden, Wärmeanstieg und weniger Niederschlag“, erläuterte Umweltdezernent Michael Kolmer. „Wir brauchen schlaue Lösungen, um in dieser eigentlich schon Akutsituation klimaresilienter zu werden. Unsere Ausgangslage hierfür ist gut. Wir haben dank des integrierten Klimaschutzkonzeptes den Klimaschutz zur obersten Priorität gemacht und können das Thema Smart Water schnell angehen.“

Wie kann Regenwasser besser genutzt werden? Lassen sich Brunnen und Zisternen wiederbeleben oder modernisieren? Kann man den Wasserverbrauch jedes Haushalts senken und gleichzeitig öffentliche Grünanalgen intelligent wässern, sodass Flora und Fauna trotz Trockenperioden wachsen, gedeihen und kühlen? Wie lassen sich generell innerstädtische Kühlungseffekte erzeugen bei reflektierenden und aufgeheizten Fassaden. Kann man genau diese Energie umlenken? Und wie lassen sich Korrosion und andere Effekte im Kanalsystem unter Starkregenereignissen vermeiden, wenn es zuvor lange trocken lag? Können Wassermassen aus Hagel und Starkregen gespeichert werden? Diese und viele weitere Fragen werden von den Fokusgruppen bis in den Herbst dieses Jahres in Workshops diskutiert. In ihnen versammeln sich Vertreter mit einschlägigem Vorwissen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Stadtverwaltung und -wirtschaft sowie zivile Interessenvertreterinnen und -vertreter. Mit dabei auch Holger Klötzner, Dezernent für Digitalisierung und Bildung in Darmstadt: „Die Digitalisierung hilft uns, technisch komplexe Prozesse intelligenter zu steuern. Wir werden in den nächsten Monaten hoffentlich viele Impulse aus den Fokusgruppen und der Bürgerschaft bekommen für den intelligenten Umgang mit Wasser in unserer Stadt. Umsetzen werden wir viele der Bürger- und Fokusgruppen-Ansätze dann ab dem Jahr 2023.“

Hintergrund:

Schlaues Wasser Darmstadt – Smart City Projekte für eine integrierte Stadtentwicklung und Klimaresilienz wird im Kontext der BMI-Förderlinie „Modellprojekte Smart Cities“ und „Smart Cities made in Germany“ umgesetzt. Ziel ist, in Darmstadt mithilfe digitaler und smarter Anwendungen klimaresiliente Strukturen aufzubauen. Vor dem Hintergrund zunehmender Dürreperioden und Starkregenereignisse liegt dabei der Schwerpunkt auf dem Thema „Wasser in der Stadt“. Das Projekt verfolgt den Anspruch, ganzheitlich, kollaborativ und sozialverträglich ausgestaltet zu sein. Damit unterstützt es die integrierte Stadtentwicklung und den Netzwerkstadtcharakter Darmstadts.

www.smartwater.darmstadt.de

Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Die Fähigkeit, Daten zu verarbeiten, ist demnach für die Zukunftsfähigkeit essenziell. Für Städte bedeutet dies, dass sie Daten erfassen und auswerten müssen – auch jenseits der verwaltungstechnischen Arbeit für Bürger:innen.

Urbane Datenverarbeitung ist dann ein wichtiger Treiber der Stadtentwicklung in allen ihren Sektoren und ist in genau dieser Funktion für Stadtplaner:innen ebenso interessant wie beispielsweise die lokale Wirtschaft. Letztere wurde am 25.11.2021 von der Digitalstadt zu Tisch gebeten.

Aktuelle Daten schnell erfassen

Mehr als 45 Unternehmer:innen aus Darmstadt und naher Umgebung fanden sich zur Online-Veranstaltung „Runder Tisch der Digitalstadt“ ein. Zentraler Diskussionspunkt: die Datenplattform Darmstadt. Sie ist seit Beginn 2021 online und visualisiert städtische Daten in schnell eingängigen Graphen. So ist das aktuelle Verkehrsaufkommen auf https://datenplattform.darmstadt.de ebenso zu sehen wie Daten zur Luftqualität oder auch den aktuellen Corona-Fallzahlen. Und dies ist erst der Anfang. Die Datenplattform wird derzeit intensiv weiterentwickelt und viele weitere Anwendungsfälle und Darstellungen sind möglich. Welche für die Wirtschaftsvertreter:innen relevant sein könnten, das wurde am Runden Tisch besprochen.

Zusammenarbeit beflügeln

Die Datenplattform erfülle gleich mehrere Aufgaben, so David da Torre, Geschäftsführer der Digitalstadt Darmstadt GmbH und Projektleiter der städtischen Datenplattform. Sie stelle nicht nur die Zusammenhänge von einzelnen öffentlichen Datensätzen her, wie beispielsweise die visualisierte Veränderung von Umweltqualitätsdaten durch das Verkehrsaufkommen; die Datenplattform vernetze darüber hinaus die Akteur:innen hinter den Daten. „Was das bedeutet, äußert sich in der vereinfachten und schnelleren Kommunikation und effizienteren Abläufen der Inter-Amt-Arbeit“, so da Torre weiter. „Wir generieren nicht mehr einfach nur Daten in Darmstadt, sondern wir setzen sie in Kontext zueinander, verarbeiten sie, werten sie aus und erhalten dadurch neue oder vertiefte Erkenntnisse zu stadtplanerischen Fragestellungen. Die Datenplattform entwickelt sich damit zu einem Herzstück der Digitalstadt Darmstadt.“

Noch stecke die Plattform in den Kinderschuhen. Denn eine ganze Reihe von Anwendungsfällen sind noch nicht zu sehen, aber derzeit in Bearbeitung. Die Plattform wird später nämlich zahlreiche Themen-Cockpits aufweisen, die einen noch umfassenderen Einblick in ein bestimmtes Thema gewähren. So soll etwa das Thema Energiewende demnächst zu betrachten sein: Ein Graph wird den Echtzeit-Energieverbrauch darstellen, gesplittet nach Privathaushalt, Kommune und Gewerbe. Ein weiterer Graph wird den Anteil der Erneuerbaren im 15-Minuten-Intervall darstellen und es wird Kartenansichten geben mit Infos zur Ladesäuleninfrastruktur, ÖPNV-Auslastungen, Sharing-Angeboten und vieles mehr.

Plus an Information durch mehr Cockpits

Dem städtischen Daten-Cockpit wohnt also so viel Potenzial inne, dass dieses auch die lokale Wirtschaft befruchten kann. Und so bekundeten die Teilnehmer:innen rege Anwendungsfälle, die sie gerne online sehen würden. Ganz vorne mit dabei, die Mobilität: Auslastung der Parkplätze, Routensituationen sowie Green Mobility wurden genannt, Park and Ride in Kombi mit multimodalen Verkehrsangeboten ebenso. Infrastruktur und Gebäude waren ein weiteres Thema, etwa die Daten zur Wohn- und Mietsituation oder auch Informationen zu Strukturelementen des Stadtgebiets, wie Anzahl und Standort von Bäumen, Baustellen oder Solarzellen.

Die Gastgeber des Runden Tisches, der House of Digital Transformation e. V., der IT FOR WORK e. V. und die Digitalstadt GmbH freuten sich am Ende des Abends über die viele Resonanz zur Plattform: „Wir hoffen, dass die Informationsaufbereitung der städtischen Daten durch die Digitalstadt ein wertvolles Pro-bono des Wirtschaftsstandortes Darmstadt darstellt und diesen weiter wachsen und gedeihen lässt.

Beim 3. Runden Tisch der Digitalstadt wurde die Datenplattform Darmstadt mit Unternehmer*innen diskutiert

 

Vier Jahre ist es her, als sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt dazu aufmachte, sich zur digitalen Stadt weiterzuentwickeln. Unterstützt wurde sie dabei von dem Land Hessen, ideell wie auch finanziell. Mit dem Ausklang dieses Jahres ist das Ende der finanziellen Landesförderung erreicht und so zog die Digitalstadt Darmstadt heute gemeinsam mit der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung Prof. Dr. Kristina Sinemus, Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch und Darmstadts Chief Digital Officer Professor Michael Waidner bei einer virtuellen Pressekonferenz Bilanz.

„Darmstadt hat seit dem Gewinn des Titels ‚Digitale Stadt‘ im Jahr 2017 bestmöglich in die Zukunft investiert. Und nicht nur das: Mit einem breiten strategischen Ansatz wurden die Landesfördermittel in Höhe von fünf Millionen Euro klug eingesetzt, sodass nahezu alle kommunalen Handlungsfelder einen messbaren Entwicklungsschub vollziehen konnten. Besonders bemerkenswert ist, dass den Bürger:innen kein fertiges Ergebnis präsentiert wurde, sondern dass sie in einem umfangreichen, transparenten Prozess beteiligt wurden. Diese Vorgehensweise entspricht ganz der Digitalstrategie des Landes Hessen, nach der die Digitalisierung kein Selbstzweck sein darf und nach der der Mensch im Mittelpunkt steht. Glückwunsch und Lob an alle Akteure! Das war kein einfaches Projekt, aber es hat sich gelohnt“, erklärte Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.

Die Ministerin betonte außerdem, Darmstadt habe sich zu einer Modellkommune für Hessen und den Bund entwickelt. Der Transfer der Erkenntnisse und Lösungen aus Darmstadt auf andere hessische Kommunen sei von Beginn der Förderperiode an mitgedacht worden mit dem Ziel, ganz Hessen zu einer smarten Region zu entwickeln.

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch erklärte weiter: „2017 sind wir als Digitalstadt Darmstadt gestartet, wofür es damals keine stadtplanerischen Blaupausen aus anderen Städten oder Gemeinden gab. Als Pionier haben wir uns damals das Ziel gesetzt, die Digitalisierung unserer Daseinsvorsorge im Sinne der Bürger:innen umzusetzen und ein europäisches Gegenmodell zur asiatischen Smart City zu schaffen. Und so ist es uns gelungen, digitale Souveränität zu etablieren, und wir konnten auch ganz praktisch greifbare Mehrwerte für unsere ökologischen, ökonomischen und sozialen Ziele mit der Digitalisierung erreichen. So sind beispielsweise intelligente Müllentsorgung und Verkehrsleitung mit KI oder auch digitale Medienbildung in anderen Kommunen zur Agenda geworden. Was mich im Rückblick ganz besonders erfreut, ist die Tatsache, dass sich unsere Idee, die Digitalisierung als stadtplanerisches Werkzeug zu nutzen, sehr erfolgreich durchsetzen konnte. Wir setzen digitale Anwendungen ein, um Darmstadt noch lebenswerter auszugestalten – und sind so zur ersten Blaupause für andere Kommunen geworden. Ein wichtiger Baustein hierfür war die finanzielle und persönliche Unterstützung durch das Land Hessen, für die ich mich erneut bedanken möchte.“

Ein Geheimnis der erfolgreichen Strategie, so führte Jochen Partsch weiter aus, ist der stringent verfolgte Darmstädter Ansatz, dass Digitalisierungsprojekte nicht in den historisch gewachsenen Strukturen einer Stadt umgesetzt werden, sondern Verwaltung und Stadtwirtschaft miteinander vernetzt agieren müssen. Dies ist in 14 urbanen Handlungsfeldern passiert, und die Landesförderung stützte in 20 Projekten. „Dadurch haben wir sehr viel erreicht, beispielsweise dass wir als erste Stadt überhaupt mit einer umfassend produktiven Datenplattform arbeiten können. Sie verknüpft städtische Daten aus den verschiedenen Ämtern teils in Echtzeit und ermöglicht das schnellere und vor allem gezieltere Handeln, um beispielsweise Herausforderungen in den Mobilitätsketten oder in ökologischen Fragestellungen zu bearbeiten.“

Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung Darmstadts zum Leuchtturm der digitalen Stadtentwicklung war neben aller Projektarbeit auch die Etablierung des Ethik- und Technologiebeirats, wie CDO Prof. Dr. Michael Waidner weiter erklärte: „Die ethischen Leitplanken sind ein weiteres Erfolgsrezept unserer Digitalisierungsgeschichte. Sie ermöglichen eine hohe Technologie-Akzeptanz in der Gesellschaft und in der Wirtschaft und ebnen so den Weg in eine Zukunft, in der Darmstadt schnell auf Veränderungen reagieren und neue Technologien und Anwendungen aufnehmen und einsetzen kann. Durch die Projekte und Labore ergänzt Darmstadt zudem sein Profil als Wissenschaftsstadt mit seinen starken Forschungseinrichtungen, etwa der TU und den anderen Hochschulen, den Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, GSI, ESA/ESOC und natürlich dem Nationalen Forschungszentrum für Angewandte Cybersicherheit ATHENE, dem größten Forschungszentrum dieser Art in ganz Europa. Ziel der Digitalstadt-Aktivitäten ist dabei stets, den Nutzen für die Bewohner:innen der Stadt ins Zentrum zu stellen. Dieser Ansatz hat sich mittlerweile in der Breite etabliert und wir wissen heute, dass andere Städte und Gemeinden unsere Prinzipien aufgreifen, wenn sie mit ihrer eigenen Digitalisierungsarbeit beginnen.“

Die Erfolgsgeschichte der Digitalstadt Darmstadt endet nicht: Die etablierten Strukturen, zu denen inzwischen auch ein Digitales Stadtlabor gehört, werden im Rahmen der bundesweiten Förderung „Smart Cities Made in Germany“ (Bundesministerium des Innern (BMI)) fortgesetzt. Schwerpunkte der zukünftigen Digitalstadt-Entwicklung: Klimaresilienz und Wassermanagement in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die Strategiephase für die neue Förderung hat bereits 2021 begonnen und wird in ihrem weiteren Verlauf ausarbeiten, was in dem neuen Förderzeitraum von 7 Jahren mit dem Finanzvolumen von 13,3 Mio. EUR umgesetzt wird.

Die Digitalstadt Darmstadt ist und bleibt auf einem Spitzenplatz im heute veröffentlichten Smart City Ranking des Bitkom e. V. So erreicht Darmstadt Platz 5 innerhalb der smartesten Städte Deutschlands. Damit setzt sie ihren erfolgreichen Kurs mit einer umfassenden Digitalisierungsstrategie fort.

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Unser Ansatz ist es, mithilfe der Digitalisierung die zukünftigen Schlüsselprobleme urbaner Räume wie Mobilitätswende, Klimaneutralität und Teilhabe im Sinne der Menschen in unserer Stadt zu lösen. Das aktuelle Ranking wertschätzt den Darmstädter Weg, den Digitalisierungsprozess umfassend, nachhaltig, beteiligungsorientiert und ethisch fundiert zu begreifen.“

Der Smart City Index zeichnet ein umfassendes und detailliertes Bild des Digitalisierungsstandes deutscher Städte. In den fünf Hauptkategorien Verwaltung, Energie und Umwelt, IT und Kommunikation, Mobilität sowie Gesellschaft wurden 133 Vergleichsparameter für die Bewertung herangezogen. Die Digitalstadt Darmstadt forciert Digitalisierungsprojekte in insgesamt 14 Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge und hat somit ein umfassendes Portfolio, das sogar weit über die Kategorien des Index hinausgeht.

Die Veränderungen im Ranking gegenüber dem letzten Jahr zeigen die enorme Dynamik in dem Thema Digitalisierung in der Daseinsvorsorge, lässt der Bitkom verlauten. „Die erneut sehr gute Platzierung im Ranking ist für uns Lob, aber auch Ansporn zugleich, unseren Weg in der Digitalisierung konsequent weiterzuverfolgen“, resümiert Jochen Partsch.

Hintergrund #SmartCityIndex Bitkom

Seit drei Jahren erstellt der Bitkom e.V. den SmartCityIndex. Vorgestellt wird dieses Ranking zur Digitalisierung von Städten und Regionen in Deutschland auf der Berliner Smart Country Convention am 27. Oktober 2021.

Weiterführende Informationen:

Ob technisch, sprachlich, handwerklich oder einfach „just for fun“: Fort- und Weiterbildungen machen in vielerlei Hinsicht Sinn und Spaß – und sie wecken unentdeckte Potenziale. Kaum jemand weiß das besser als die Fachkräfte der Volkshochschule Darmstadt (vhs), die sich mit dem lebensbegleitenden Lernen im Erwachsenenalter beschäftigen. Gemeinsam mit der Digitalstadt Darmstadt veröffentlicht die vhs jetzt den Digitalen Bildungswegweiser Darmstadt. „Dieses neue Portal ist ein sich kontinuierlich erweiterndes Angebot für die berufliche, ehrenamtliche wie auch freizeitliche Bildung in Darmstadt, das hoffentlich rege genutzt wird“, erklärt Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch über das neue Online-Bildungsangebot: „Es ist motivierend, im Bildungswegweiser nachzuschlagen und zu sehen, was man alles in der Wissenschafts- und Kulturstadt Darmstadt erlernen kann.“

vhs-Leiterin Dr. Monika Krutsch erläutert: „In der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit ihren vielen Kultureinrichtungen, Museen und Vereinen schlummert so viel Know-how auch außerhalb der typischen Bildungsinstitutionen. Leider ist das noch viel zu unbekannt.“ Genau deswegen hat die vhs gemeinsam mit der Digitalstadt Darmstadt den Digitalen Bildungswegweiser aufgesetzt. Die Plattform ist die richtige Webadresse für alle, die Schulabschlüsse nachholen wollen, Fertigkeiten für Beruf, Ausbildung und Studium suchen, die Sprachen erlernen wollen oder aber auch ganz andere Dinge machen möchten. Vielleicht einen Mosaikkurs oder ein Gedächtnistraining? Auch wer wissen möchte, wie man sich die Kompetenzen zur Grünen Dame im Krankenhaus aneignet oder Qualifikationen zum Telefonseelsorger erwirbt, für den soll das Portal erste Anlaufstelle sein. Von nun an wird der Digitale Bildungswegweiser Darmstadt die Vielzahl an Bildungsmöglichkeiten in Darmstadt leicht zugänglich präsentieren.

Entwickelt wurde die Online-Plattform mit Unterstützung der h_da-Forscher Dr. Pia Sue Helferich und Dr. Werner Storck aus den Fachbereichen Verwaltung und Online-Kommunikation, die sich über Voraussetzungen, Erwartungen und Absichten eines Bildungswegweisers Gedanken machten. Fazit: Bildung für Beruf und Freizeit, das ist eine attraktive Mischung für ein Bildungsportal und zudem sollen die Angebote nach Stadtteilen kategorisiert werden, damit die Nutzer:innen sich schnell und einfach orientieren können. Und so sind zum Launch der Plattform bereits 45 Bildungsträger aus Darmstadt mit dabei. „Online-Portale wie der Bildungswegweiser wären ohne die Digitalisierung nicht denkbar. Würde man eine Art Telefonbuch mit all den Kursen, Seminaren und Bildungsmöglichkeiten Darmstadts drucken, so wäre es immens unhandlich und schwieriger zu aktualisieren als ein entsprechendes Online-Tool. Daher sind wir als Digitalstadt natürlich sehr daran interessiert, mit Projekten wie dem Digitalen Bildungswegweiser nachhaltige Übersichtlichkeit und Transparenz über unsere Darmstädter Angebote zu schaffen“, sagt Simone Schlosser, Geschäftsführerin der Digitalstadt Darmstadt.

Die Nutzer:innen erwartet unter  www.bildungswegweiser.darmstadt.de eine klare und übersichtliche Struktur, in der sie per Slide-Funktion Bildungsangebote finden können. Anbieter von Bildungsmöglichkeiten sind ab sofort und weiterhin dazu aufgerufen, den Bildungswegweiser für die Bekanntmachung ihrer Angebote zu nutzen und die Datenbank zu füllen, damit die Darmstädter von ihrer Wissenschafts- und Kulturstadt bestmöglich profitieren können. Das Portal entsteht mit der finanziellen Unterstützung des Landes Hessen. Die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Frau Prof. Dr. Kristina Sinemus, erklärt: „Lebenslanges digitales Lernen ist die Voraussetzung für ein gutes Leben in der digitalen Zukunft. Aber auch die Gegenwart erwartet schon digitale Skills von uns. Deshalb begrüße ich es außerordentlich, dass durch den Dschungel der Angebotsvielfalt nun für den Darmstädter Raum ein Wegweiser verfügbar ist, der die regionalen Möglichkeiten zur Stärkung digitaler Kompetenzen aufzeigt. Hiermit wird der landesweite Überblick, den wir auf der Internetseite „wie-digital-bin-ich.de“ bieten, sehr gut ergänzt. Die Volkshochschulen sind wichtige Akteure für lebenslanges Lernen, auch in Bezug auf digitale Bildung. Mit ihrem Wegweiser wird es künftig für Darmstädterinnen und Darmstädter noch leichter, selbst aktiv zu werden und die eigenen Kompetenzen zu stärken.“

Weiterführende Infos/Links:

Sie ist allgegenwärtig und doch manches Mal ganz unbemerkt passiert. Oder sie ist noch gar nicht im Bewusstsein angekommen: die Digitalisierung. In der Wissenschaftsstadt Darmstadt, da ist sie seit geraumer Zeit zu Hause, denn Darmstadt ist als Digitalstadt Vorzeigemodell „Smart City made in Germany“[1][1]. Doch selbst in einer der digital-affinsten Städte Hessens leben auch Menschen, die mit Digitalisierung bislang nur wenig oder noch gar keine Berührungspunkte haben. Das soll sich nun ändern. Die Macher:innen des Digitalen Stadtlabors Darmstadt, des jüngsten Projekts der Digitalstadt Darmstadt, haben sich vorgenommen, per Lasten-E-Bike sehr persönlich und mit viel Zielgruppengespür von der Digitalisierung zu berichten – und dies bei den Menschen vor Ort. Erster, Termin war gestern im Eigenbetrieb der Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen (EDW). Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch und Sozialdezernentin Barbara Akdeniz begrüßen das Engagement der Digitalstadt Darmstadt und danken den Akteuren des Digitalen Stadtlabors.

„Das Digitale Stadtlabor Darmstadt hat die Aufgabe, das schwer greifbare Thema Digitalisierung lebendig und anschaulich auszugestalten. Im vergangenen Jahr hat die Digitalstadt als Initiator des Stadtlabors deswegen bereits viele Online-Veranstaltungen angeboten, die nun, mit der mobilen Version des Stadtlabors, auch in die analoge Welt eintreten. Wir wollen und dürfen die Digitalisierung nicht im digitalen Raum belassen“, erläutert OB und Digitaldezernent Jochen Partsch. Und Barbara Akdeniz ergänzt: „Uns ist es ein Anliegen, dass wir alle Menschen in Darmstadt bei diesem Thema mitnehmen. Denn schwierig und unverständlich darf Digitalisierung nicht sein, sie ist doch die derzeit größte Transformation unserer Gesellschaft und das bedeutet für uns, ‚Digital für Alle‘ zu leben.“

Genau daran hielten sich dann auch die Mitarbeiter:innen des EDW samt deren Betreuer:innen und weiteren Kolleg:innen des EDW, die den Vorträgen des mobilen Stadtlabor-Teams lauschten. Sie staunten nicht schlecht, als die Projektgruppe spielerisch zeigte, wie sich digitale Assistenten im Alltag von Menschen mit Beeinträchtigungen einsetzen lassen und welche Hilfestellungen Apps auf dem Smartphone oder Tablet geben können. Dass die WWW-Suche nicht nur durch Eingabe einer Fragestellung in einen Internetbrowser funktioniert, sondern auch Alexa, Siri und Co. die Fragen beantworten können, zog das EDW-Publikum ganz besonders in den Bann. Simone Schlosser, Geschäftsführerin der Digitalstadt Darmstadt: „Das Digitale Stadtlabor ist ein echtes Kollaborationsprojekt, bei dem viele verschiedene Akteur:innen aus Darmstadts Institutionen mitmachen und sich ehrenamtlich engagieren. Ihnen ist es, genauso wie uns, ein echtes Anliegen, Digitalisierung niederschwellig und verständlich zu vermitteln – und dies an alle Menschen. Nach vielen Wochen und Monaten ausschließlich digitaler Kommunikation haben wir jetzt mit dem mobilen Stadtlabor endlich auch wieder ein analoges Instrument, unser Thema zu positionieren, und freuen uns, dass der EDW unser Angebot erneut buchen will.“

Das Digitale Stadtlabor wird vom Land Hessen finanziell gestützt. Die Hessische Ministerin für digitale Strategie und Entwicklung, Prof. Dr. Kristina Sinemus: „Bürger:innen sind für uns als Landesregierung zentral, wenn es um die Digitalisierung geht. Der Nutzen der Digitalisierung muss klar erkennbar sein und Mehrwerte bringen. Hierbei müssen und wollen wir alle mitnehmen, von den Schülerinnen und Schülern, den Berufstätigen bis hin zu den Seniorinnen und Senioren. Das Stadtlabor ist ein tolles Beispiel für gelebte digitale Partizipation. Diese digitale Teilhabe und das Mitgestalten durch die Bürger:innen ist auch für mich eine Herzensangelegenheit!“

[1] https://www.smart-city-dialog.de/wp-content/uploads/2020/10/BMI-Bericht-Modellprojekte-2020.pdf

Digitalisierung ist ein wichtiges Handlungsfeld, das auch in der Medizin immer mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Um diese Entwicklung im Sinne der Bürger*innen und Patient*innen aktiv mitzugestalten, wurde in Darmstadt ein neues Kompetenzzentrum für digitale Medizin e.V. gegründet. Der Verein, der auf Initiative des Oberbürgermeisters Jochen Partsch und Klinikdezernet Andre Schellenberg entstand und in Kooperation mit der Digitalstadt Darmstadt entwickelt wird, hat das Ziel, in Darmstadt einen zentralen Hotspot der digitalen Medizin zu etablieren. Hierfür vernetzt der Verein die medizinischen Akteur*innen vor Ort und treibt wichtige, zentrale Projekte voran. Die Darmstädter Kliniken, die Wissenschafts- und Digitalstadt, die Fraunhofer Institute, die TU Darmstadt und Unternehmen sind in dem Kompetenzzentrum aktiv beteiligt.

Oberbürgermeister Jochen Partsch betont anlässlich der ersten Mitgliederversammlung des Zentrums am 14. Juli: „Digitalisierungsprojekte sind für Darmstadt ein wichtiger Standortfaktor, wir sind Vorreiter in der Implementierung von Digitalkonzepten für den kommunalen Bereich. Zu diesem gehört besonders nach Covid 19 die Gesundheitsversorgung. Damit sollen digitalmedizinische Anwendungen für den Datenaustausch etabliert und eine Vernetzung von Kliniken und  Forschungseinrichtungen, auch über die Datenplattform der Digitalstadt Darmstadt, gefördert werden. Gerade in Darmstadt spielen Datenschutz und dessen ethische Leitplanken eine besondere Rolle. Deshalb ist ein besonderes Anliegen des Kompetenzzentrums, dass die Datenhohheit von geplanten Projekten bei den Patienten liegt.“

Die ersten Projekte des Kompetenzzentrums widmen sich dem besseren, patientenzentrierten Austausch medizinischer Daten zwischen den Kliniken und Arztpraxen. Für dieses Vorhaben werden die Schnittstellen und die derzeitigen Austauschformen betrachtet. Weiterhin sollen Verbundlösungen die Teilnahme an medizinischen-digitalen Innovationen für alle ermöglichen und schlussendlich zu einer Steigerung der medizinischen Versorgung beitragen. Ein weiterer Projektansatz ist der Einsatz von Sensorik im medizinischen Bereich unter Wahrung der höchsten IT-Sicherheitsstandards und des Daten- und Patientenschutz.

Der Verein sucht aktiv nach Mitgliedern, die sich in das herausfordernde Themenfeld Digitale Medizin einbringen können. Neben Akteur*innen aus dem medizinischen Bereich sind dies beispielsweise auch Start-ups oder Institutionen aus und um das Gesundheitswesen. Sie können in den Mitgliederversammlungen des neuen Kompetenzzentrums innovative und projektorientierte Workshops durchführen.

„Mit dem Kompetenzzentrum für digitale Medizin schreiben wir auch im Gesundheitsbereich unsere herausragende Stellung als Digitalstadt fort. Wir freuen uns bereits heute auf die zahlreiche Unterstützung aus dem Darmstädter Ökosystem rund um die Digitale Medizin und Gesundheitsversorgung. Gemeinsam wollen wir zukunftsweisende Innovationen für Patient*innen gestalten und deren medizinische Versorgung nachhaltig stützen,“ erklärt José David da Torre Suárez, gewählter Vorstand des neuen Vereins und Geschäftsführer der Digitalstadt Darmstadt GmbH.


Kontakt Kompetenzzentrum Digitale Medizin e.V.:

Dr. Franz Grubauer (Netzwerkmanagement des Kompetenzzentrums)
(0)49-6151-9502518
(0)49-170-3171011
franz.grubauer@t-online.de

Große Hitze in den Sommermonaten, dicke Schnee und Eisschichten im Winter: Die Oberfläche einer Straße ist witterungsbedingt beständig sehr strapaziösen Momenten ausgesetzt und bedarf im Ernstfall zügiger Instandsetzungsmaßnahmen. Um diese Aufgabe künftig gezielter und auch schneller zu bewerkstelligen, gibt es in der Digitalstadt Darmstadt seit wenigen Wochen ein weiteres Pilotprojekt im Rahmen des sogenannten ‚smart lighting‘ Konzeptes (www.digitalstadt-darmstadt.de/story-energie/). Dieses erprobt unter anderem den Benefit verschiedener Sensoren, die an die bestehenden Straßenbeleuchtungsmasten angebracht werden. In der Erbacher Straße am Rande des Oberfelds gibt es jetzt einen neuen Fahrbahnbelagssensor, der die Temperatur an der Fahrbahnoberfläche misst. Er liefert dadurch frühzeitig Auskunft über mögliche Gefahren für die Nutzer der Straße, etwa durch drohendes Glatteis oder durch Löcher im Belag aufgrund zu hoher Temperaturen, wie in den derzeit heißen Sommertagen.

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch erklärt: „Die Straßentemperatur zu messen und zu beobachten, ist in der Digitalstadt Darmstadt eine Maßnahme, die Straßenbewirtschaftung intelligent weiterzuentwickeln, vor allem aber auch eine Maßnahme des aktiven Klima- und Umweltschutzes. Denn wenn wir im Winter Streusalz gezielter einsetzen und im Sommer Asphaltschädigungen frühzeitiger abschätzen können, dann sparen wir an Einsatzfahrten, eingesetzten Instandhaltungsmaterialien und allen weiteren Folgekosten – und reduzieren so letztendlich Umweltbelastungen.“

Und José David da Torre Suárez, Geschäftsführer der Digitalstadt Darmstadt erklärt weiter: „Der Sensor scheint vielleicht zunächst wenig aufregend, ist aber ein Schritt in die Richtung klimaresiliente Stadt. Sich verlängernde Hitzewellen im Sommer haben beispielsweise auch massive Auswirkungen auch auf alle Oberflächen, die wir in der städtischen Infrastruktur finden. Ob bei Straßen- oder Gebäudeoberflächen, die intelligente und smarte Sensorik kann diese Infrastruktur schützen.“

Der temperaturmessende Sensor wurde mit speziell entwickelten Akkus ausgestattet, damit er rund um die Uhr messen kann. Da die Straßenbeleuchtung tagsüber aus ist und der Sensor deswegen nicht die Stromversorgung des Mastes nutzen kann, mussten neue Akkus her: „Der Sensor misst tagsüber, wenn der meiste Verkehr auf der Straße ist und diese am meisten beansprucht wird, die Oberflächentemperatur der Straße. Die Daten werden über ein Dashboard direkt an den Darmstädter Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) gesendet. Dieser kann dann bei Temperatureinbrüchen frühzeitiger und gezielter agieren als zuvor. Die Einsatzgebiete der smarten Oberflächentemperaturmessung sind damit aber wahrscheinlich noch lange nicht abgedeckt. Überall da, wo weitere Anwendungsfälle für den Oberflächentemperatur-Sensor identifiziert werden, etwa bei Bepflanzungen und Grünstreifen der Straßen oder auch bei temperatursensitiven Fassaden, da könnte die neue Sensorik nützlich werden,“ so da Torre weiter.

Projektpartner des smart lighting Projektes in der Erbacher Straße sind ICE-Gateway (ICE-Box und Sensor), Urban Lighting Innovations (Akku) sowie e-netz Südhessen AG (Montage). Das smart lighting Projekt wird unterstützt durch das Land Hessen.

Wie digital ist die Arbeit in der Katastrophenbekämpfung, etwa der Darmstädter Feuerwehr und warum ist in der Polizeiarbeit das digitale Arbeiten fest etabliert? Die Digitaldetektive spüren Fragen wie diesen nach und das inmitten der Digitalstadt Darmstadt. Den ganzen Sommer hindurch besuchen die kleinen Reporter*innen Menschen an ihren Arbeitsplätzen, um zu erfahren, wie die Digitalisierung den eigenen Berufsalltag erfasst und vielleicht umkrempelt. Denn eins ist sicher, nichts verändert unsere Gesellschaft derzeit so sehr, wie die Digitalisierung. Am Ende der Interview- und Dreharbeiten soll von den Digitaldetektiven ein umfassendes Bild der Darmstädter Digitalisierung entstanden sein.

Die Digitaldetektive werden im Haus der digitalen Medienbildung und dem Institut für Medienpädagogik und Kommunikation (MuK) ausgebildet. In Entstehung sind derzeit acht Videobeiträge, die von der Digitalstadt Darmstadt GmbH sowie der Hess. Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung bezuschusst werden.

Zu sehen sind die Digitaldetektive-Videos in den Playlists des Digitalen Stadtlabor Darmstadts / Digitalstadt Darmstadt:

Digitaldetektive gesamten PLAYLIST auf Youtube.

1. Toni Jorba: https://youtu.be/u4VszsQDBUg

2. Katharina Theobald: https://youtu.be/dz_TLRtzpJs

3. Johanna Herdt: https://youtu.be/Q32fjqy48Ys

Digitales Stadtlabor: https://youtu.be/Gnv4k5O88zI

Die Datenplattform der Digital- und Wissenschaftsstadt Darmstadt (www.datenplattform.darmstadt.de) zeigt ab sofort auch tagesaktuelle Daten zum lokalen Corona Infektionsgeschehen. Alle Bürger*innen, die sich für die Darmstädter Pandemie-Daten interessieren, finden in der „Corona-Kachel“ auf einen Blick die aktuellen Zahlen der 7-Tage-Inzidenz, zur Mortalität sowie erfolgten Impfungen.

Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Kaum eine andere Datenlage beschäftigt uns momentan so sehr, wie die des Corona-Infektionsverlaufes. Die Pandemie bestimmt unseren Alltag seit über einem Jahr mit weitreichenden Bestimmungen und Regulierungen. Genau deswegen ist es wichtig, Transparenz und Einblick in die aktuelle Datenlage zu Corona in unserer Stadt zu ermöglichen, was wir durch unsere neue Datenplattform und die Digitalstadt Darmstadt nun realisieren.“

Das Land Hessen fördert das Datenplattform-Projekt mit rund 800.000 Euro. Die Hessische Digitalministerin, Prof. Dr. Kristina Sinemus, betont: „Gut aufbereitete Daten aus sicheren Quellen sind der Kern einer Smart City, stärken das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger, machen die komplexen Aufgaben- und Organisationsstrukturen, aber auch Entscheidungen in einer Großstadt wie Darmstadt nachvollziehbarer. Die Integration tagesaktueller Daten zum Corona-Infektionsgeschehen haben einen direkten Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die politischen Entscheidungsträger. Dieser Anwendungsfall zeigt damit sehr eindrücklich den Mehrwert, den eine Datenplattform in einer smarten Kommune bieten kann.“

Folgende Daten des Pandemie-Verlaufes in Darmstadt werden tagesaktuell dargestellt:

Weitere Infos/Online-Tool:

Die zeitgemäße Bildung beschäftigt die Wissenschaftsstadt Darmstadt und ihr Medienzentrum schon seit einigen Jahren. Konkretisiert wird dies durch das gemeinsame Projekt der Digitalstadt Darmstadt und der Technischen Universität Darmstadt „Bildung in der digitalen Welt. Darmstädter Modellschulen“. Es startete im November 2019 mit dem Ziel, drei Schulen wissenschaftlich auf ihrem Weg zur souverän digital agierenden Schule zu begleiten: die Herderschule (Sprachheilschule), die Bernhard-Adelung-Schule (Integrierte Gesamtschule) und die Heinrich-Emanuel-Merck-Schule (Berufliche Schule). Der Zwischenbericht wurde jetzt veröffentlicht.

„Die digitale Bildungswelt ist für mich eine elementare Zukunftsfrage, weit über das Distanzlernen in der momentanen Lage hinaus“, sagte heute Darmstadts Bürgermeister und Schuldezernent Rafael Reißer während der Online-Pressekonferenz und Vorstellung des Zwischenberichts. Dieser zeigt sich mit Ergebnissen beispielhafter Digitalisierungsprojekte der beteiligten Schulen und daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen. „Ich erwarte von dem Modellschulprojekt wegweisende Beispiele für alle anderen Schulen in Darmstadt. Das Wissen und die Bildung unserer Kinder sind für Darmstadt als Stadt der Wissenschaft von größter Bedeutung. Durch das strategische Vorgehen mit unseren Schulen und der Wissenschaft werden wir gemeinsam die digitale Bildungswelt der Zukunft zum Wohle unserer Kinder gestalten.“

Als das Projekt im November 2019 startete, ahnte niemand, dass nur wenige Wochen später eine Pandemie die Schließung aller Schulen und Präsenzunterricht in der gewohnten Form unmöglich machen würde. Der Zwischenbericht des Modellprojekts schildert: Die Pandemie konfrontierte alle – von Eltern über Schülerinnen und Schüler bis zu den Lehrkräften – in einem nie dagewesenen Umfang mit Fragen der Digitalisierung. Die drei Schulen gingen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen in Ausrichtung, Ausstattung und Digitalisierungsgrad ins Modellprojekt. Wo man zuvor noch über den Sinn digitaler Kommunikations- und Organisationformen diskutierte, wurden sie plötzlich als alternativlos erkannt.

„Wie unter einem Brennglas wurden zentrale Hürden und Schwierigkeiten sichtbar, die sich auf einem Weg zu digital souverän agierenden Schulen aktuell stellen“, konstatiert der Zwischenbericht. Er schildert aber auch, wie die aktuelle Situation dem Modellprojekt eine besondere Dynamik verlieh, die Anpassung manches Projekt-Ansatzes an die neue Realität forderte und zum unverhofften Treiber bei der Entwicklung von Ideen wurde. Denn eine zentrale Zielstellung ist und bleibt die Förderung digitaler Kompetenzen aller im Schulraum agierenden Personen. So wird das Projekt über seine konkreten Arbeitsergebnisse hinaus durch Kompetenzentwicklung der Personen nachhaltig eine orientierende Funktion haben.

„Schulen aktiv im digitalen Wandel zu unterstützen, ist von zentraler Bedeutung“ sagte Prof. Dr. Petra Grell, die das begleitende Forscherteam der Technischen Universität Darmstadt leitet. „Das Ziel ist nicht, möglichst viele digitale Werkzeuge zu installieren. Das Ziel ist, alle Akteure in der Schule, von der Schulleitung über die Lehrkräfte bis zu den Schülerinnen und Schülern, zu befähigen, digital souverän handeln und mitgestalten zu können – heute und in der Zukunft.“

Der Zwischenbericht ist über die Webseiten der Technischen Universität Darmstadt (ULB) sowie der Digitalstadt Darmstadt verfügbar.

Literatur:

Rau, Franco, Grell, Petra, Geritan, Anna, Galanamatis, Britta und Lars Gerber (2021): Bildung in der digitalen Welt – Darmstädter Modellschulen. Zwischenbericht zur Begleitung von drei Modellschulen unter Pandemiebedingungen. TU Darmstadt.

https://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/id/eprint/17655

Mehr als 50, teils sehr durchdachte und detailliert beschriebene Bürger*innen-Ideen sind in den letzten anderthalb Monaten auf dieser Webseite eingegangen.

Die meisten Lebensbereiche der Stadt Darmstadt sind in den vielen Ideeneinreichungen angesprochen. Hier ein kleiner Ausschnitt daraus:

Ideen, die nicht umsetzbar für die Darstellung im Cockpit der Datenplattform sind:


www.datenplattform.darmstadt.de

„Daten und Informationen sind eine wesentliche Ressource der Informationsgesellschaft. Dementsprechend wächst in Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft der Wunsch, einen umfassenderen und leichteren Zugang zu Daten der öffentlichen Verwaltung zu bekommen. Viele Fachämter der Wissenschaftsstadt Darmstadt stellen der Öffentlichkeit bereits Daten und Informationen zur Verfügung. Die Bereitstellung von Open Data (offenen Daten) ist ein geeignetes Mittel, dem wachsenden Bedarf nach Daten und Information noch besser Rechnung zu tragen, Transparenz zu fördern und Wissens- und Innovationsprozesse anzustoßen.“

Die beschlossene Open-Data-Strategie schafft eine Grundlage für die systematische Bereitstellung von Verwaltungsdaten der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Sie orientiert sich an Best Practices, um an den Erfahrungen anderer Kommunen zu partizipieren. Leitgedanke ist es, den Umgang und die Bereitstellung offener Daten als lernendes System zu begreifen, in dem Prozesse fortlaufend überprüft und verbessert werden. Die vorhandenen Ressourcen müssen für einen nachhaltigen Betrieb ausreichend sein, das erfordert pragmatisches Denken und Handeln. Daher ist es nicht das Ziel, möglichst viele Daten zur Verfügung zu stellen, sondern sich auf für die Nutzer:innen wichtige Datenbestände zu konzentrieren und diese dauerhaft aktuell zu halten.

Die offenen Daten der Stadt Darmstadt sollen maschinenlesbar, leicht zugänglich, dauerhaft und gebührenfrei ihren Nutzer:innen zur Verfügung gestellt werden. Personenbezogene oder der Vertraulichkeit unterliegende Datenbestände können nicht als offene Daten zur Verfügung gestellt werden. Die offenen Daten der Stadt Darmstadt werden alle zentral über die Open-Data-Plattform der Wissenschaftsstadt ihren Nutzer:innen bereitgestellt. Ein zentrales Datenangebot fördert die Auffindbarkeit der Daten und hilft, einheitliche Standards bei der Datenbereitstellung zu sichern und einzuhalten. Die Open-Data-Plattform wird zukünftig mit der jüngst gestarteten Datenplattform der Digitalstadt Darmstadt GmbH verknüpft werden und für dort platzierte Anwendungen ein wichtiger Datenlieferant sein.

Die Open-Data-Strategie wurde durch die Abteilung Statistik und Stadtforschung in Zusammenarbeit mit der Abteilung IT der Wissenschaftsstadt Darmstadt und mit Unterstützung der Digitalstadt GmbH erstellt. Die fachliche Verantwortung für die offenen Verwaltungsdaten wird dementsprechend zukünftig bei der Abteilung Statistik und Stadtforschung liegen, die technische Verantwortung für die Open-Data-Plattform bei der Abteilung IT.

Nach der Bestellung eines/einer städtischen Open-Data-Beauftragten wird die Strategie Schritt für Schritt in Zusammenarbeit mit den einzelnen Fachämtern der Stadtverwaltung umgesetzt. Eine AG Open Data aus den für das Thema zentralen Fachämtern wird außerdem unter seiner/ihrer Leitung zusammentreten, um den Prozess rund um die Bereitstellung offener Daten strategisch und organisatorisch zu begleiten.

Die Anzahl der Konferenzteilnehmer*innen in BBB schwankt analog der Verteilung von Schulstunden. Mit Stundenbeginn schießt die Beanspruchung der Serverleistung nach oben. Die zugrundeliegende Technik muss solchen Anforderungen standhalten können. Abb.: Digitalstadt Darmstadt

„6000 Anwender*innen heute Vormittag und Mittag sind wohlgemerkt lediglich gleichzeitig aktive Nutzer. Durch den abwechselnden on- und offline Unterricht ist die reale Anwenderanzahl von Lehrern und Schülern insgesamt weitaus höher “, erklärt Informatiker Antonio Jorba, der in der Digitalstadt Darmstadt das Open Source Web-Videokonferenzsystem BigBlueButton (BBB) administriert. Das BBB-System ist wohl einer der derzeit am meisten nachgefragten Services der Digitalstadt und richtet sich an die lokalen Schulen, Vereine und gemeinnützigen Organisationen, die BBB umsonst nutzen können, um beispielsweise Fernunterricht abzuhalten.  Bei Fragen oder Problemen erhalten die Anwender zudem systemadministrative Hilfe.

Das DSGVO-konforme, webbasierte BBB ermöglicht eine digitale Echtzeit-Kommunikation und Zusammenarbeit in Bild, Ton und Datenaustausch, auch Gruppenarbeit in virtuellen Räumen ist möglich. Auch deswegen nutzen mittlerweile insgesamt an die 50 Schulen in und um Darmstadt den BBB-Service der Digitalstadt, zahlreiche gemeinnützige Organisationen kommen hinzu. Zehn sehr schnelle Server mit Gigabit-Internet-Anbindung wurden dafür sukzessive und entlang der Nachfrage seit dem ersten Lockdown eingerichtet. Und diese Server sind durchaus gefragt: „Morgens um 7:00 Uhr gibt es bereits mindestens drei Konferenzen und kurz nach 8:00 Uhr springt die User-Zahl hoch auf 1800 Anwender. Wenn wir dann 5000 Teilnehmer zeitgleich online haben, checken wir die Systeme halbstündig: Sie sind den Anforderungen gewachsen,“ so Antonio Jorba weiter. Zudem gelte es zu beachten, dass das Zusammenspiel aus den verschiedenen Schnittstellen und Systemen, die im Kontext des Homeschoolings verwendet werden sowie die Einstellungen und Rahmenbedingungen der Anwender bzw. deren Geräte selbst, wie etwa der verwendete Internetbrowser oder die Audio- und Videoapplikation relevant sind, wenn möglichst störungsfrei konferiert werden soll. „Es gibt viele Herausforderungen. Unser BBB-System selbst hat aber bislang keinerlei Ausfälle noch Überlastungen erlitten.“

Und auch der Geschäftsführer der Digitalstadt Darmstadt, José David da Torre Suárez, pflichtet bei: „Wir haben in den vergangenen Monaten die technische Infrastruktur und unsere Dienstleistung für den Schul-Fernunterricht sukzessive erweitert und ausgebaut, entlang der steigenden Nachfrage, die sich an uns richtete.“ Seit dem Frühjahr 2020 bietet die Digitalstadt Darmstadt daher für Fernunterricht und Fernkonferenzen ihren BBB-Service an. „Wir bieten Serverkapazität, helfen beim Einrichten des BBBs als Konferenz-Tool und bieten Support bei sämtlichen weiteren, notwendigen Installationen. Diese Dienstleistung kann und soll weiterhin gerade von Schulen in Anspruch genommen werden, die derzeit nicht wissen, wie sie ihre Schüler Zuhause beschulen können.“

Screenshot Bitkom Smart City Index 2020. Quelle: Bitkom.org

Erneut belegt die Wissenschafts- und Digitalstadt Darmstadt eine Spitzenposition: Im bundesweiten Smart City Index 2020 des Digitalverbandes Bitkom erreicht Darmstadt jetzt sogar eine Platzierung in den Top 5 der smartesten Städte Deutschlands – und klettert so von der zehnten hoch auf die vierte Position. Damit ist Darmstadt die beste mittlere Großstadt und die einzige Stadt in Hessen unter den ersten 10.

Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Der Smart City Index des Bitkom ist ein besonders gewichtiges Barometer für die Beurteilung städtischer Digitalisierung. Dass wir erneut in der Top 10 des Bitkom gelistet sind und darüber hinaus noch einen weitaus besseren Platz als zuvor erzielt haben, zeigt, wie effektiv und erfolgreich unsere Arbeit in den 14 städtischen Digitalisierungsbereichen ist.“

Im Smart City Index analysiert und bewertet ein unabhängiges Expertengremium des Bitkom (Bitkom Research) die Digitalisierung von Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Fünf Kategorien werden dazu von den Digitalisierungsprofis unter die Lupe genommen: die Verwaltung, die städtische IT-Infrastruktur, Energie/Umwelt sowie Mobilität und Gesellschaft. Für diese Kategorien wurden insgesamt 136 Parameter festgelegt, die die Experten dann anhand frei zugänglicher Daten für insgesamt 81 deutsche Großstädte recherchierten und auswerteten. Die Daten stammen aus den Städten selbst, wie bspw. Informationen der öffentlichen Websites, dann wurden aber auch Daten aus Drittstudien und übergeordneten Landes- und Bundesministerien, von Interessensgruppen und Verbänden recherchiert. So erfassten die Bitkom Gutachter beispielsweise für die Kategorie Mobilität Parameter, wie dezidierte Fragen nach smarter Verkehrsführung, Sharing-Angeboten oder auch der smarten E-Bike Infrastruktur der sogenannten letzten Meile, also dem Weg der Ware aus dem Lieferfahrzeug oder dem stationären Geschäft hin an die Haustür des Endkunden.

„Die Digitalstadt ist in vier der fünf Bitkom-Kategorien jeweils in der Top 10 gelandet. Wir sind spitze in Energie/Umwelt, in IT-Infrastruktur und Kommunikation sowie in den Kategorien Gesellschaft und Mobilität“, erklärt OB Partsch und bedankt sich für die Leistungsstärke und Innovationskraft insbesondere bei der Digitalstadt Darmstadt GmbH, die die Digitalisierungsprojekte der Wissenschaftsstadt Darmstadt bündelt und koordiniert. „Ohne die vielen Ideen und die viele Arbeit aller Kolleg*innen und Projektbeteiligten aus Darmstadts öffentlichem Sektor, die sich in unseren 14 Digitalisierungsbereichen engagieren, wäre diese Spitzenposition nicht möglich. Das Ranking ist bundesweit die breiteste, quantitative Auswertung und Untersuchung zu Smart Cities und wir sind als ein Leuchtturm ganz vorne mit dabei.“

Mehr zum Thema auf den Seiten des Bitkom.

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