Anja Herdel (links), Geschäftsführerin von Darmstadt Marketing, und Citymanagerin Anke Jansen referierten auf dem hessischen Stadtmarketingtag in Hanau über den Stand der Digitalisierung in Darmstadt und Projekte, die bereits erfolgreich umgesetzt wurden oder in naher Zukunft geplant sind.

Foto: Hanau Marketing GmbH/Reinhard Paul

Wichtiges Ziel aktuell im Bereich Stadtmarketing: Neugier wecken und Digitalisierung erlebbar machen

Darmstadt ist Gewinner des Bitkom-Wettbewerbes „Digitale Stadt“. Unter dem Motto „Von der Vision zur Umsetzung“ referierten Anja Herdel, die Geschäftsführerin von Darmstadt Marketing und Bereichslead Handel der Darmstadt Digitalstadt GmbH, und Anke Jansen, Darmstadts Citymanagerin, auf dem hessischen Stadtmarketingtag in Hanau.

Vor rund 180 Marketingkollegen aus ganz Hessen stellten sie dasKonzept der Digitalstadt vor. Neben den Superlativen zur
Darmstädter Digitalwelt (die Stadt ist Innovationsstandort nicht nur für den Bereich IT- und Cybersicherheit, sondern bietet auch einen hervorragenden Zukunftsindex) gab es ganz praktische Einblicke in den Bereich Handel im Rahmen der Digitalstadtinitiative. Die Kernpunkte der bisherigen Erfahrungen mit dem Konzept „Digitalstadt“ in Darmstadt:

  • Digitalisierung geht nur gemeinsam. Gerade für die Umsetzung braucht es eine Vielzahl aktiver Unterstützer.
  • Es müssen Kooperationspartner gefunden und damit externe Kompetenz eingebunden werden. Der Bereich Handel arbeitet mit Bitkom-Unternehmen wie eBay, der Industrie- und Handelskammer sowie dem Einzelhandelsverband
    zusammen. Ebenfalls wichtig: Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Gewerbevereinen. Sie sind wichtige Multiplikatoren, um das Thema Digitalisierung in die gesamte Stadt zu tragen.
  • Die Händlerschaft insgesamt ist extrem heterogen. Hier alle mitzunehmen und dort abzuholen wo sie stehen, stellt die größte Herausforderung im Bereich Handel dar. Hier gilt es die Neugier zu wecken und Digitalisierung erlebbar zu machen.
  • Damit das Projekt ins Laufen kommt, ist es wichtig, schnell mit einzelnen, sichtbaren Projekten zu starten. Diese kurzfristigen sogenannten „Quick Wins“ werden dann nach und nach durch weitere Bausteine, die mehr Vorlaufzeit benötigen, ergänzt.
  • Bei allem, was getan wird, wird explizit nach einem „Darmstädter Weg“ gesucht. Fertige Konzepte kommen auch zum Einsatz – eigene Ideen prägen jedoch den Gesamtansatz. Dazu werden viele Gespräche mit den Händlern vor Ort geführt, Branchenkenner eingeladen und ein regelmäßiger Austausch mit Start-Ups gepflegt.
  • In Darmstadt wurden bislang schon folgende Projekte auf den Weg gebracht: City Initiative von eBay – Aufbau einer lokalen Plattform für alle Händler, die bei eBay verkaufen wollen. Ziel ist der Aufbau neuer Vertriebswege. „Watch My City“ – virtuelle 360 Grad-Stadtrundgänge, um die Innenstadt sowie die Stadtteile digital erlebbar zu machen. Durchführung der IHK-Beratertage zur Schulung von bis zu 70 Händlern und Gastronomen im Bereich  Digitalisierung. Verleih von bereits geladenen Powerbanks in der örtlichen Touristeninformation.

Weitere Projekte sind in Planung. Hinzu kommt die regelmäßige Berichterstattung über Digitalisierungsprojekte im Handel selbst (Beispiel: 3D-Wegeleitsystem im Luisencenter, Technikberatung bei Saturn, Onlinedisplay bei Spielwaren Faix etc.).

Weitere Beiträge zur Digitalstadt können Sie in der Cityzeitung lesen: Ausgabe 03/18

darmstadt-citymarketing.de / Cityzeitung 03/2018 / Jürgen Buxmann / 4. Juli 2018

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