© Wissenschaftsstadt Darmstadt / Sibel Öz

Oberbürgermeister Jochen Partsch: Bauen unseren Bürgerservice mit dem Start des Servicecenters weiter aus – Kollegen in den Fachämtern werden entlastet und Verwaltungsabläufe weiter optimiert

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt tritt am 26. November 2018 nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten dem 115-Verbund bei und startet das neue 115-Servicecenter. Die Behördennummer 115 ist damit ab sofort von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 18 Uhr die erste Anlaufstelle für Fragen aller Art, egal ob zum Reisepass, zur Gewerbeanmeldung oder dem Wohngeld. Für das neue Servicecenter wurden das Bürgerinformationszentrum und die Telefonzentrale zu einer Organisationseinheit zusammengefasst. Rund 12 Stellen stehen hier zur Verfügung, um sich um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger zu kümmern.
Ziel der Einführung ist ein Abbau der bereits bestehenden Belastungen der Fachverwaltungen und eine Optimierung der Verwaltungsabläufe insgesamt, wie Oberbürgermeister Jochen Partsch erklärt: „Mit dem Beitritt der Wissenschaftsstadt Darmstadt in den 115-Verbund mit einem eigenen Servicecenter bauen wir unseren Bürgerservice weiter konsequent aus. Dadurch haben künftig rund 161.000 Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt mit der einheitlichen Behördennummer einen direkten Draht in die Verwaltung. Die 115 spart Zeit, ist unkompliziert und zuverlässig. Die aufwändige Suche nach Zuständigkeiten und einzelnen Telefonnummern entfällt. Das spart nicht nur Zeit und Nerven, sondern häufig auch den Weg zum Amt und entlastet die Fachabteilungen. Darüber hinaus erhoffen wir uns durch die damit einhergehende Einführung einer Wissensdatenbank die künftige Vermeidung eventueller Doppelarbeiten und redundanter Datenhaltung.“
Mit der Teilnahme an der 115 bekennt sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt zum einheitlichen 115-Serviceversprechen: Mindestens 75 Prozent aller künftigen Anrufe sollen innerhalb von 30 Sekunden angenommen, 65 Prozent ohne eine Weitervermittlung sofort beantwortet werden. Sollte dies nicht möglich sein, wird der Anrufer innerhalb von 24 Stunden innerhalb der Servicezeiten eine Rückmeldung – auf Wunsch auch per Fax oder E-Mail – erhalten.
Über 550 Kommunen, zwölf Bundesländer und die gesamte Bundesverwaltung haben sich dem föderalen Vorhaben bereits angeschlossen. Alle 115-Teilnehmer stellen Informationen zu den häufigsten Verwaltungsleistungen in der 115-Wissensdatenbank zur Verfügung und können diese nutzen. So kann jedes 115-Servicecenter gängige Fragen auch zu jedem anderen 115-Teilnehmer in gleicher Qualität beantworten. Die Informationen der 115-Wissensdatenbank sind qualitätsgesichert und werden fortlaufend aktualisiert.
Die Behördennummer 115 ist in der Regel zum Festnetztarif und damit kostenlos über Flatrates erreichbar. Viele Mobilfunkanbieter haben ihre Preise den Festnetztarifen angepasst. Als besonderer Service gehört zum 115-Angebot ein Gebärdentelefon. Damit können auch Gehörlose und hörbehinderte Menschen vom 115-Service profitieren. Weitere Informationen zur Einheitlichen Behördennummer 115 gibt es im Internet auf www.115.de.
Hintergrund:
Mit Beschluss vom 24. Februar 2016 beauftragte der Magistrat das Amt für Interne Dienste, ein Feinkonzept zum Aufbau eines 115-Servicecenters zu entwickeln und stellte die entsprechenden Mittel und Stellen zur Einrichtung des Servicecenters bereit. Im Rahmen der Projektarbeit wurden die Servicecenter der Städte Kassel und Frankfurt sowie des Main-Taunus-Kreises besucht. Ebenso erfolgten Abstimmungen mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport und dem Bundesinnenministerium.

26. November 2018 / AM

Weitere Beiträge

aus der Kategorie Standort

Weitere Beiträge

aus anderen Kategorien

X