08/07/19
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Digitalstadt Darmstadt an Schule in Roßdorf unterwegs

Projektwoche an Justin-Wagner-Schule

Zwölf Schülerinnen und Schüler der Justin-Wagner-Schule Roßdorf haben mit Auszubildenden und Studenten der COUNT+CARE GmbH & Co. KG im Rahmen der Projektwoche kurz vor den Sommerferien ein Digitalstadt Projekt umgesetzt.
LoRaWAN-Sensoren der Digitalstadt Darmstadt kommen im Unterricht an der Justin-Wagner-Schule in Roßdorf zum Einsatz. © Helmut Bobitka

Zwölf Schülerinnen und Schüler der Justin-Wagner-Schule Roßdorf haben mit Auszubildenden und Studenten der COUNT+CARE GmbH & Co. KG kurz vor den Sommerferien im Rahmen der Schüler-Projektwoche ein Digitalstadt-Darmstadt-Projekt aus dem Bereich Umwelt umgesetzt. 

Rund eine Woche lang haben zunächst die Mädchen und Jungen mit Kleincomputersystemen gearbeitet, um dann ihre Ergebnisse zu präsentieren: Für das Thema Umweltschutz wurde zunächst das „Klassenraumklima” mit Sensoren erfasst und per WLAN und Webserver dargestellt. Ein weiteres Thema war das „Schulklima” im Allgemeinen, was letztlich auf „Klima der Region” ausgedehnt worden ist. Die Schülerinnen und Schüler verwendeten bei ihrer Arbeit einen speziell vom deutschen Digitalgipfel initiierten und in Deutschland entwickelten Microcontroller – den Octopus.

Es handelte sich um den ersten Einsatz dieses Systems, das im Rahmen einer Initiative der Digitalstadt Darmstadt, der IHK, der Hochschule Trier (Birkenfeld), der Telekom, COUNT+CARE, weiteren Firmen, dem DLR_School_Lab TU Darmstadt und der Schul-IT der Stadt Darmstadt eingeführt wurde, um in Darmstadt und Umgebung Schüler und Lehrer ins „Internet der Dinge (IoT)” einzuführen. Das System hat bereits einige Sensoren an Bord und kann mittels einer einfachen Programmiersprache, beispielsweise Luftdruck, Temperatur oder Luftfeuchtigkeit messen. Über Erweiterungsanschlüsse lassen sich zusätzliche Sensoren anschließen, was im Projekt für die Ermittlung der Klassenraumlautstärke oder der Lichtverhältnisse genutzt wurde.

LoRaWAN-Sensoren der Digitalstadt Darmstadt kommen im Unterricht an der Justin-Wagner-Schule in Roßdorf zum Einsatz. © Helmut Bobitka

Highlight war, so die Organisatoren, jedoch die Verwendung des LoRaWAN-Netzwerks der Digitalstadt Darmstadt, das das Octopus-Board über ein Aufsteckmodul nutzen kann. Damit konnten den Schülerinnen und Schüler Messwerte professionell visualisiert, Schwellwerte definiert und Alarme ausgelöst werden.

Ganz konkret werden jetzt auch im „Biotop” der Justin-Wagner-Schule Vitalparameter gemessen. Das „Biotop” ist ein von Schülerinnen und Schülern, Lehrerin und Hausmeister angelegter Teich mit einem „Insektenhotel”, Fröschen, Fischen, mehrere Arten von Libellen und Pflanzen – direkt am Eingangsbereich der Schule. Hier  kann man im Kleinen direkt an der eigenen Schule einheimische Lebewesen beobachten und Umwelt- und Artenschutz praktizieren. 

Mit Hilfe des Darmstädter LoRaWAN IoT-Netzwerks und einem leihweise durch die Digitalstadt  Darmstadt zur Verfügung gestellten Sensorbaukasten können jetzt unter anderem die Wassertemperatur, der PH-Wert, Redoxpotential und der gelöste Sauerstoff im Teich live gemessen werden. Über die angeschlossene Datenbank lassen sich zudem Langzeitbeobachtungen und Trends durchführen. 

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