Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops. © Karin Wyschka

Lernen mit Hilfe der Motivations–App – mit Design Thinking werden Ideen zur digitalen Inklusion für benachteiligte Menschen entwickelt

Digitale Technologien sind fester Bestandteil unseres Lebens geworden. Ein kompetenter Umgang damit ist daher ein Schlüssel für die gesellschaftliche Teilhabe. Das gilt besonders für die Arbeitswelt. Es gibt kaum noch Bereiche, in denen digitale Anwendungen keine Rolle spielen. Gleichzeitig wächst die „digitale Kluft“ –Arbeitslose, Geringqualifizierte oder Menschen mit Beeinträchtigungen profitieren weitaus weniger von den Möglichkeiten der Digitalisierung.

Bildungsfachleute haben sich mit der Frage der Digitalen Inklusion benachteiligter Menschen auseinandergesetzt. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in diesem Zusammenhang zu einem zweiteiligen Workshop mit der Methode „Design Thinking“ eingeladen. Möglich wurde dies durch die Unterstützung der Digitalstadt Darmstadt GmbH und durch das Projekt „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“ des Europäischen Sozialfonds.

An zwei Tagen haben sich die Fachleute darüber Gedanken gemacht, wie digitale Kompetenzen bei Menschen gestärkt werden können, für die der Zugang zum Arbeitsmarkt erschwert ist. Design Thinking ist eine Innovations- und Problemlösungsmethode, die konsequent die Bedürfnisse und Interessen der Adressatinnen und Adressaten im Fokus hat.

Die Moderatorinnen Frederike Korte und Dea Dantas Vögler legten dabei viel Wert darauf, schnell vom „thinking“ zum „doing“ zu kommen. Erste Ideen wurden daher direkt umgesetzt und getestet. Besonders gewinnbringend war, dass dabei auch Betroffene beteiligt wurden.

Durch den Workshop wurden somit neue Erkenntnisse für die Nutzung digitaler Medien in der Bildung gewonnen. Es entstanden aber auch ganz konkrete Anwendungsmöglichkeiten, die jetzt weiter verfolgt werden sollen. Monika Otte, Geschäftsführerin der BAFF Frauenkooperation gGmbH beschreibt: „Für uns ist über den Workshop noch klarer geworden, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund gerne mit Lernplattformen arbeiten und sie dies anregt, sich selbstbestimmt mit Lerninhalten zu beschäftigen. Die hierzu erforderliche Arbeitsumgebung und Zeit werden wir zukünftig regelmäßig und kontinuierlich zur Verfügung stellen. Darüber hinaus hat der externe Workshop die Mitarbeiterin auch bei der internen Umsetzung unterstützt, der Workshop war ein voller Erfolg.“

Die Workshop-Teilnehmenden waren überrascht, wie Design Thinking zu neuen Impulsen geführt hat. „Es ist erstaunlich, wie schnell man mit dieser Methode gemeinsam Ideen und konkrete Konzepte skizzieren kann. Ein sehr produktiver Ansatz für Teamplayer“, urteilt Bernhard Unterholzner, Mitarbeiter von Netzwerk ROPE e.V.

Ein Team wird nun mit Jugendlichen Erklärvideos erstellen und darüber vermitteln, wie mit diesem Medium kompetent umgegangen werden kann. Eine andere Gruppe möchte die Idee für eine Motivations–App zur Sprachförderung verwirklichen. Die Anwendung fordert dazu auf, Gesprächssituationen auf Deutsch zu suchen und belohnt jede gemeisterte Herausforderung.

Unterstützerinnen und Unterstützer, die Interesse haben, die entwickelten Ideen weiter zu konkretisieren können sich an Karin Wyschka, Sozialdezernat der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Telefon: 06151/13-2865, E-Mail: karin.wyschka@darmstadt.de wenden.

4. November 2018

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