Oberbürgermeister Partsch: Rat mit Personen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ermöglicht es uns, die Herausforderungen der Digitalisierung aus ethischer Sicht bestmöglich zu beurteilen und die Empfehlungen in den Entwicklungsprozess für unsere Gesellschaft zu implementieren

Die Digitalstadt Darmstadt GmbH wird ab sofort von einem Ethik- und Technologiebeirat unterstützt. Die erste Sitzung des aus 31 Mitgliedern bestehenden Rates wird voraussichtlich nach den Sommerferien abgehalten.

In seiner Neujahresrede (28. Januar 2018) hatte Oberbürgermeister Jochen Partsch bereits die Einrichtung eines Ethikrates angekündigt: „In den nächsten Jahren ist es unsere Aufgabe, für die Bürgerinnen und Bürger Darmstadts durch digitale Abläufe, den Alltag in vielen Bereichen angenehmer, effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Der jetzt eingerichtete Ethikrat, hilft uns, dieses Vorhaben erfolgreich umzusetzen und die Gefahr einer fast vollständigen digitalen Kontrolle des Menschen, wie dies zum Teil in der Volksrepublik China Realität ist, zu vermeiden.“ Mit dem Darmstädter Ethik- und Technologiebeirat könne man zudem die Überlegungen für die Ausarbeitung einer deutschen „Charta für digitale Grundrechte“ unterstützen. „Die Zusammensetzung des Beirats mit hochqualifizierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft ermöglicht es uns, die Herausforderungen der Digitalisierung für unsere Gesellschaft aus ethischer Sicht bestmöglich zu beurteilen und die Empfehlungen in den Entwicklungsprozess zu implementieren“, so Partsch weiter.

Die Geschäftsführung der Digitalstadt Darmstadt GmbH mit Simone Schlosser, Joachim Fröhlich und José David da Torre Suárez begrüßt die Einrichtung des neuen Gremiums: „Der Ethik- und Technologiebeirat hat für uns eine sehr wichtige, beratende Funktion und wird uns helfen, das übergreifende Projektziel zu erreichen.“

Der Beirat setzt sich interdisziplinär mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Informatik und Computerscience, Philosophie/Ethik/Pädagogik, Soziologie – Industriesoziologie, Stadt- und Raumsoziologie mit Architektur und Stadtplanung sowie dem Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit zusammen. Zusätzlich wird jeweils ein Vertreter aus den in der Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt vertretenen Fraktionen je Wahlperiode in den Beirat entsendet. Vorsitzender des Rates ist Prof. Dr. Michael Waidner als Chief Digital Officer (CDO) der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Die weiteren bestätigten Mitglieder:

Oberbürgermeister Jochen Partsch, Roland Jabkowski (Co-CIO Hessisches Ministerium der Finanzen), Dirk Dohn (Hessisches Ministerium des Innern/Sport), Alexander Handschuh (Deutscher Städte- und Gemeindebund), Helmut Dedy (Deutscher Städtetag), Jens Mühlner (Vorstand Arbeitskreis Smart City/Smart Region BITKOM e.V.), Jürgen Planert (DGB) sowie aus den Darmstädter Fraktionen Prof. Dr. Jürgen Deike (Bündnis 90/Grüne), Manuel Krenzke (CDU), Brigitte Zypries (SPD), Günter Zabel (AfD), Kerstin Lau (UFFBASSE), Ulrich Franke (Die Linke), Dr. Frank Sabais (FDP) und Roland Cuny (UWIGA), Prof. Dr. Peter Buxmann (Leiter des Innovations- und Gründungszentrums HIGHEST an der TU Darmstadt), Andreas Fauler (Beauftragter Region Hessen #cnetz e. V.), Prof. Dr. techn. Dieter W. Fellner (Institutsleiter Fraunhofer IGD), Prof. Dr. Sybille Frank (TU Darmstadt), Prof. Dr. Petra Grell (TU Darmstadt), Prof. Johanna Haberer (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Prof. Dr. Christian Reuter (TU Darmstadt), Anette Rudolph-Cleff (TU Darmstadt), Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Jan C. Schmidt (Hochschule Darmstadt), Prof. Dr. Rudi Schmiede (TU Darmstadt), Prof. Dr. Kristina Sinemus (Präsidentin IHK Darmstadt Rhein-Main-Neckar), Almuth Skoupill (Inhaberin Stadtplan Skoupil Darmstadt), Prof. Dr. Arnd Steinmetz (Hochschule Darmstadt), Prof. Dr. Ralf Steinmetz (TU Darmstadt) und Dr. Florian Volk (Geschäftsführer House of IT e.V.).

19. Juni 2018 / AM

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